Mitarbeitersuche Archive - Peter Gress

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Kaputte Zahnräder

Geschäftlicher Erfolg ist immer ganzheitlich

Ein Unternehmen ist ein System, dessen Räder ineinander greifen. Ändere ich an einer Stellschraube etwas, zieht das Veränderungen im gesamten System hinter sich her

Beginne ich mit der Suche nach Fachkräften, Auszubildenden, Kunden erst wenn ich sie brauche, werde ich keinen Erfolg haben. Suche ich aber immer, ist meine Chance auf Erfolg sehr viel höher. Oft höre ich die Aussage: „Ich brauche kein Marketing, ich habe eh keine Zeit für Neukunden.“ Falscher Ansatz! Kunden werden krank, sie ziehen weg, sie verlieren ihren Job oder sie haben irgendwann einfach mal Lust auf was Neues. Dann sind sie weg und es fehlt ein Mosaikstein. Wer so ausgebucht ist, dass er keine neuen Kunden mehr aufnehmen kann ist zu billig. Wenn keine neuen Kunden mehr nachfließen bedeutet das irgendwann mal Stillstand und später Rückschritt. Mit Marketing zu beginnen wann man es braucht ist viel zu spät. Das muss immer durchlaufen. Mit der Suche nach Azubis und Fachkräften zu beginnen, wann man sie braucht, ist viel zu spät. Das muss immer durchlaufen, und ich muss die richtigen Fragen zu den Problemen stellen.

Läuft das Kunden- und Mitarbeitermarketing nicht durch gibt es bei jedem Bedarf Unruhe. Man stellt fest und wird aktiv. es gibt aber kein Halterungssystem, in das man seinen Bedarf einhängen kann. Mit Marketing zu beginnen wann man es braucht ist in etwas so, als würde ich meinen Mantel in den Raum werfen und hoffen, dass er irgendwo einen Haken findet. Das wird so nichts. Es macht mehr Sinn, sich Gedanken zu machen, welche Maßnahmen ich grundsätzlich installieren und in meinem System verankern kann. Habe ich die Kundensuche und die Mitarbeitersuche dauernd auf dem Schirm, verhalte ich mich als Unternehmer ganzheitlicher. Alles was ich intern mache ist nach außen gerichtet, denn dort warten Kunden und Mitarbeiter und Auszubildende auf die Informationen.

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Azubis verstehen

Vor kurzem bin ich über eine Umfrage der App Talent Hero gestolpert. Hier können Unternehmen ihre Ausbildungsplätze einstellen und sich so Berufsaspiranten vorstellen. Das ist schon der erste Punkt den Unternehmen heute berücksichtigen müssen: Die Interessenten bewerben sich nicht beim Unternehmen, sondern das Unternehmen bewirbt sich bei den Interessenten. Wenn Betriebe heute noch darauf hoffen, dass Ausbildungsinteressierte in ihre Betriebe kommen, weil das bisher immer so war, hat einen schweren Stand. Ausbildungsplätze müssen aktiv verkauft werden. Ausbildung muss für die Aspiranten einen Nutzen haben und diesen Nutzen müssen Betriebe herausstellen.

Talent Hero hat 1.000 Jugendliche gefragt, welche Informationen sie von einem Ausbildungsunternehmen erwarten. Hier die Hitliste:

  • 49% wollen ihren Arbeitsort kennen
  • 52% wollen etwas über ihre Entwicklungschancen wissen
  • 51% wollen wissen was sie verdienen
  • 41% wollen die Übernahmequote wissen
  • 39% wollen Informationen über Weiterbildung
  • 49% wünschen öffentliche Bewertungen von Mitarbeitern
  • 40% wollen mit Azubis chatten
  • 37% wollen Interviews mit Azubis lesen

und die deprimierende Information ganz zum Schluss, damit sie gut im Gedächtnis haften bleibt:

72% aller Bewerber brechen die Bewerbung ab, weil der Text nichts sagende Floskeln, Allgemeinplätze und sprachlich nicht ansprechende Artikulation aufweist.

Ich habe daraus einen Aktionsplan entwickelt, den wir auf unserer neuen Webseite umsetzen, die Ende Januar 2019 ans Netz geht. Dieser Aktionsplan ist Teil meines neuen Seminars „Raus aus der Vergleichbarkeit“.