Spezialisierung Archive - Peter Gress

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Tisch mit Strategieblättern

Was ist Strategie?

Das ist eine gute Frage! Zur Definition: Planung ist Analyse, Strategie ist Synthese. Strategie ist das Zusammenspiel der Ergebnisse aller Informationen. Strategie basiert auf Kenntnis von Fakten. Aus der Strategie erwachsen Ziele und Pläne, mit denen UnternehmerInnen und Unternehmen ihren Roten Faden finden. Konzentration, Konsequenz und Disziplin sind die Grundlagen einer erfolgreichen Strategie.

Anlagestrategie

Bei der Geldanlage ist die erste Frage: Welche Strategie haben Sie?

  • Buy-and-hold?
  • Antizyklisch?
  • Prozyklisch?
  • Wachstum?
  • Index?

Denn: Ohne das Ziel ist auch der Weg egal. Das gilt generell für jeden Lebensbereich. Welche Strategie haben Sie hinter Ihrem Geschäft?

Wohin geht die Reise und was wollen Sie erreichen? Mein Vater sagte Mitte der Siebziger Jahre zu mir: “Wenn Du gut bist brauchst Du keine Werbung, dann kommen die Kunden von alleine.” In digitaler Zeit heißt das: “Wenn Du nicht positioniert bist, bist Du nicht sichtbar, und damit nicht vorhanden.”

Unternehmensentwicklung

Strategie heißt im Grund nichts anderes, als darüber nachzudenken, wohin ich mich und mein Unternehmen entwickeln möchte. Das setzt voraus, dass ich ein Ziel, eine Vision, aber mindestens eine Ahnung davon habe, wie ich mich und mein Geschäft führen will.

Wie will ich es gegen den Wettbewerb abgrenzen? Für was ich stehe und, vor allem, wogegen ich stehen will. Strategie braucht ein persönliches Ziel. Wer kein Ziel hat, braucht auch keine Strategie.

Klare Ausrichtung

Je klarer die Ausrichtung und Spezialisierung eines Unternehmens ist, desto mehr Sicherheit hat der Kunde. Er will optimale Leistung, egal in welchem Lebensbereich. Nicht umsonst gibt es Spezialisten wir Augenärzte, Urologen, Frauenärzte. Oder Scheidungsanwälte, Wirtschaftsanwälte, Anwälte für Verkehrsrecht und Baurecht.

Oder Menschen, die ihre Dienste als Experten für Lagerorganisation, Feng Shui Raumgestaltung und als Malertekten im Premiumbereich anbieten. Das sind strategische Ausrichtungen. Diese Unternehmer machen sich Gedanken darüber, wie sie aus der Vergleichbarkeit kommen.

Analyse

Strategie bedingt ein klares Ziel, konsequentes Vorgehen und Flexibilität. Wo stehe ich? Was kann ich? Was will ich? Und die wichtigste Frage überhaupt: Warum will ich das? Was treibt mich? Was entzündet meine Leidenschaft und was fasziniert mich dabei?

Hierbei hilft die SWOT-Analyse und die Zielgruppen-Morphologie. Wenn ich mich in ein Taxi setze und gefragt werde wo ich hin will, sage ich das. Ich will nicht irgendwo raus, weil ich und meine Leistung im Irgendwo mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht gebraucht werde.

Ganzheitlicher Ansatz

Strategie bezieht sich auch auf den Marktauftritt. Mein Fuhrpark ist in den Firmenfarben lackiert, meine Geschäftsidendität reicht vom Logo über das Firmenschild zum Geschäftspapier und über die Social Media Kanäle wieder zurück zur Webseite.

Mein Werkzeug ist hochwertig, gepflegt, mein Arbeitsplatz sauber, mein Dienstwagen aufgeräumt und mein Serviceverhalten gegenüber den Kunden absolut einwandfrei. Höflichkeit, Freundlichkeit und Kundenzuwendung gehören zur Strategie. Genauso wie die Schulung, die ich meinen Mitarbeitern zukommen lasse, damit sie umsetzen können, was ich als strategisches Ziel festgelegt habe.

Externe Strategie

Ursprünglich wurde Strategie als die Kunst der Heerführung verstanden. “Die Kunst des Krieges” des chinesischen Heerführers Sunzi war lange Jahre der Dauerbrenner in den Managementetagen. Militärischer Drill und Great-Man-Ship sind mittlerweile großteils partnerschaftlicher Führung gewichen.

Der strategische Gedanke aber wird immer überleben. Strategie bedeutet in erster Linie, über die Lage informiert zu sein. Über die Entwicklung des Marktes, über den Stand der lokalen und regionalen Wirtschaft, über die Entwicklung der Kaufkraft der Stadt, über den Abfluss von Kaufkraft ins Umfeld.

Fakten finden

Halten Sie enge Beziehungen zu den Schulen in der Stadt, zu örtlichen Wirtschaftsverbänden, zur IHK, zur HWK, zur Presse, zu anderen Geschäftsleuten aller Sparten, zur lokalen und regionalen Politik, zur Kultur. Besuchen Sie Meetings der Wirtschaftsentwicklung, des Stadtmarketing, der Einkaufsgemeinschaften.

Kurz gesagt: Interessieren Sie sich für das, was um Sie herum und in der Stadt oder im Ort oder im Umfeld vor sich geht. Halten Sie die Nase in den Wind und erfühlen Sie auf der Basis Ihres ständigen Informationsflusses, wie sich die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Politik entwickeln. Und, ja, greifen Sie ein, wenn Ihnen etwas nicht gefällt. Sie müssen nicht überall dabei sein, aber eben dort, wo es für Ihre Strategie wichtig ist.

Interne Strategie

Intern sollten Sie ganz klar festgelegt haben, was im Unternehmen angeboten wird. Ich persönlich bin ein Gegner eines ausufernden Sortiments oder Dienstleistungsangebots. Ich liebe die Konzentration auf wenige Dienstleistungen und Produkte. Warum? Ich komme spitzer und schneller in den Markt, bin zielgerichteter in der Ausbildung, effektiver in der Weiterbildung, kann gezielter werben und ich muss meine Energie nicht teilen.

Spitz in den Markt
Einspickel im Eis

Spitz in den Markt

Spitz in den Markt und Spezialisierung bedeutet nicht, im Laufe der Zeit keine passenden Produkte ins Portfolio zu nehmen und das Angebot auszudehnen. Die Frage ist immer: Welches Produkt und welche Dienstleistungen verdienen Geld, und welche leisten Sie sich?

Wie viele Produkte liegen im Lager und im Verkaufsregal, die von den Schnelldrehern finanziert werden müssen? Welche Dienstleistungen haben Sie im Portfolio, die Sie selber oder die Mitarbeiter gerne machen, mit denen Sie aber kein Geld verdienen?

Hier habe ich für Sie noch ein Video zum Thema, das ich im Oktober 2019, also vor Corona, aufgenommen habe. Es ist trotz der Pandemie, des Lockdowns und aller zur Zeit herrschenden Probleme von der Sache her gesehen aktuell, wenn nicht sogar noch aktueller als vor der Krise.

Vorschau(öffnet in neuem Tab)

Konzepte statt Produkte

Ich kaufe niemals Produkte. Ich kaufe immer Konzepte und die Unterstützung durch die Lieferanten. Schauen Sie sich mal Fabian Maiers Konzept “Addicted to Balayage” an. Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man sich mit Konsequenz und Zielstrebigkeit ein gutes Standing in einem knallvollen Markt schafft.

Warum soll ich selber Konzepte entwickeln, wenn jemand anders das schon erledigt hat? Dann nehme ich das Angebot gerne an. Wenn ich ein Franchise oder die Vermarktung eines Konzepts plane, sieht es selbstverständlich anders aus.

Dann muss ich mir konsequenterweise andere Fragen stellen. Habe ich die zeitlichen und finanziellen Ressourcen für eine solches neues Geschäftsfeld? Wenn ja, welche strategischen Schwerpunkte setze ich, und was kann ich von dem, was ich bisher gemacht habe, nicht mehr tun? Alles geht nicht. Sie müssen sich entscheiden, sonst verzettelst Sie sich.

Fazit

Es kommt immer auf Konzentration, Konsequenz und Disziplin an. Die schwierigste unternehmerische Aufgabe ist es, bei der Sache zu bleiben und den Roten Faden nicht zu verlieren.

Strategisches Denken bedeutet andererseits aber auch, aktuelle Entwicklungen aufzunehmen, sie aufmerksam zu beobachten, bei Bedarf schnell zu entscheiden und das Unternehmen neu auszurichten.

Das definiere ich als die wichtigste unternehmerische Aufgabe.

Jetzt das Geschäft positionieren!

Die Kunden haben momentan keine große Lust auf spontane Käufe und Friseurbesuche. Kein Wunder mit der Gesichtsmaske und den erschwerten Bedingungen im Sommer bei heißen Temperaturen. Genau deshalb ist es jetzt wichtig, Local Marketing zu forcieren. Positioniert euer Geschäft damit für die zweite Jahreshälfte.

Nachwehen des Lockdowns

Die Nachwehen des Lockdown kommen erst noch. Es hat schon Insolvenzen gegeben und weitere werden folgen. Vor allem die kleinen, individuellen lokalen Geschäfte werden den Umsatzausfall nur schwer kompensieren können. Wer darüber hinaus noch vergleichbar in der Leistung, im Angebot und im Preis ist, wird es extrem schwer haben, das Jahr 2020 wirtschaftlich zu überstehen.

Kommunikations-Tipp: Körpersprache mit Maske

Schaut euch das Masken-Video von Stefan Verra an. Das sind zweieinhalb Minuten wertvoller Invest. Stefan ist ein bekannter Körpersprachen-Trainer, er hat sehr, seht gute und einfach umsetzbare Tipps für die Kommunikation mit dem Mund-Nasenschutz für euch. Das ist für euren Kundenverkehr ein absoluter Wettbewerbsvorteil.

Angebot verschlanken

Jetzt ist es auch Zeit, überfällige Produkt- und Dienstleistungspalette zu verschlanken. Kommt mit eurem Angebot aus der Vergleichbarkeit. Der Bauchladen wird durch Spezialisierung auf außergewöhnliche Leistungen und Produkte ersetzt. Macht euch Gedanken darüber, wie ihr euren Kunden einen hohen Zusatznutzen bieten könnt.

Local Digital Marketing

Google My Business effektiv nutzen – Der Online-Kurs

Google My Business (GMB) ist eine kostenlose und effektive Möglichkeit, Dein Geschäft in den Kundenfokus zu rücken. Knapp 30 Prozent aller Geschäfte haben einen vollständig und tagesaktuell gepflegten Account. 20 Prozent haben zwar einen Account, aber pflegen ihn nicht regelmäßig. Die andere Hälfte lässt die Möglichkeit eines kostenlosen und effektiven Digitalen Lokalen Marketings links liegen. Unverständlich, aber Fakt.
Wer das ändern und Google My Business professionell einsetzen will kann sich gerne meinen Online-Kurs downloaden.

Zusätzlicher Kundennutzen

Je einfacher ich es potentiellen Neukunden mache, mich zu finden und sich über mein Geschäft und mein Angebot zu informieren, desto höher ist meine Chance, dass sie bei uns kaufen oder buchen. Das so genannte Google My Business Knowledge Panel ist die Visitenkarte des Geschäfts. Alle wichtigen Informationen sind darin gespeichert. Zusätzlich können Kunden über die GMB-App alle Informationen mobil über Google Maps abrufen. Und sie können über die Nachrichtenfunktion direkt aus GMB heraus mit euch in Kotakt treten.

GMB Bonus-Video

Google bietet die COVID-19 Update Funktion in den Beiträgen an. Diese Beiträge werden von Google im Knowledge Panel exponiert dargestellt, und haben deshalb eine hohe Sichtbarkeit. GMB mag es, wenn aktuelle Informationen gepostet werden, denn Google mag Aktualität für seine Kunden. Je aktueller die Inhalte eurer Beiträge sind, desto besser wertet Google euren Account.

COVID-19 Update und Corona Hilfe
Friseure und die Zukunft

Friseure und die Zukunft

Die Coronakrise hat uns überrollt und sie hat Spuren hinterlassen. Wir Friseure können die Zukunft nach dem heutigen Stand noch nicht überschauen. trotzdem müssen wir uns überlegen, wie wir uns weiter entwickeln wollen.

Die ersten Insolvenzen

Die ersten Insolvenzen sehe ich in Esslingen im Handel und in der Gastronomie. Zwei Gastrobetriebe haben gar nicht mehr aufgemacht, und eine Traditions-Parfümerie macht zum Monatsende zu. Alle Unternehmer rufen grade nach Finanzhilfe und der Staat verteilt diese mit vollen Händen. Nicht alle profitieren davon.

Kassensturz

Aber auch hier gilt: abgerechnet wird zum Schluss. Was uns heute hilft, muss nicht unbedingt gut sein für die Entwicklung ins Morgen. Das werden viele merken, die Kosten wie Sozialversicherungebeiträge, Einkommensteuervorauszahlungen, Lieferantenrechungen und Mieten, oder ausgesetzte Tilgungsraten für Kredite und weitere Kosten gestundet haben.

Laufende Kosten

Das Problem dabei: Wenn das Geld jetzt nicht da ist, wird es auch später im Jahr nicht da sein. Wer kann, zahlt jetzt. Wir haben ja nicht nur die Folgen der Stundungen zu tragen, sondern müssen auch den Umsatzausfall verkraften. Ich gehe vorsichtshalber nicht davon aus, dass wir diesen Ausfall übers Jahr aufholen. Deshalb ist es umso wichtiger, die laufenden Kosten bedienen zu können. Wo aber liegen die Probleme der kommenden Monate?

Kunden

Zehn Millionen Menschen sind in Kurzarbeit, die Anstieg der Arbeitslosigkeit ist sicher, nur noch nicht, wie viele Menschen es treffen wird. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im ersten Quartal um 2,2 Prozent eingebrochen.

Die Ökonomen rechnen, je nach Ausrichtung der Prognosen, mit bis zu acht Prozent Rückgang bis zum 31.12.2020. Ich nehme an dieser Stelle das ifo Institut als Referenz mit 6,3 Prozent Rückgang.

Aussicht 2021

In 2021 soll sich die Situation wieder erholen, das scheint auch logisch, denn wenn es so weit runter geht, muss es auch wieder nach oben. Erwartet werden 8,5 Prozent Wachstum, was bereinigt um 1,5 Prozent insgesamt Wachstum für 2021 heißen würde.

In Industrieregionen wie Stuttgarts Großraum wird für alle Handwerker, Händler und Dienstleister viel davon abhängen, wie hoch die Arbeitslosigkeit ausfallen wird. Die FAZ meldet, im Mai liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 2,65 Millionen, das sind 308.000 mehr als im April 2020.

Analyse

Rund ein Drittel ist direkt durch Corona ausgelöste Arbeitslosigkeit, 21 Prozent durch Nichteinstellung neuer Mitarbeiter und rund 40 Prozent sind Selbstständige. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet rund 3 Millionen Arbeitslose, das ist eine zusätzliche Belastung für die Staatskasse und ein riesiger psychologischer und finanzielle Druck für die betroffenen Menschen, den auch wir Friseure spüren werden.

Unternehmen

Friseure haben ihren Lockdown seit dem 4.5.2020 hinter sich. Mein Eindruck ist, dass mehr Kunden nach dem ersten Besuch insgesamt spontaner entscheiden wollen, wann sie wieder zum nächsten Service kommen. Das ist aber mehr ein Gefühl als beweisbare Tatsache.

Viele Kunden sind in Kurzarbeit oder direkt von Arbeitslosigkeit bedroht. Sie fragen sich, ob sie sich den Friseur leisten sollen, wenn sie selber in Kurzarbeit sind oder vielleicht sogar arbeitslos werden (könnten) und mit vermindertem Familieneinkommen zurecht kommen müssen.

Dagegen steht unsere Kalkulation, die wenigstens die anfallenden Mehrkosten für die Hygienemaßnahmen und die verminderte Anzahl von Kunden beinhaltet. Von einem Ausgleich des während des Lockdowns entfallenen Umsatzes rede ich gar nicht, der ist weg und lässt sich auch nicht wieder vollständig ausgleichen.

Unser Unternehmen

Das erste Quartal konnten wir bei Gress Friseure trotz der fehlenden Arbeitstage fast auf Vorjahresniveau abschließen. Im Mai sind wir randvoll, ich nenne es mal einen Weihnachtsmonat. Ich gehe davon aus, dass Juni und Juli rund 80 Prozent Belegung bringen werden. Das wären fünf Prozent weniger als meine Kennzahl dafür vorsieht. Sollte das so bleiben bin ich zufrieden, dann haben wir die erste wichtige Hürde genommen.

Google My Business

Ich bin hier sehr zuversichtlich, weil die Statistik von Google My Business einen klaren Aufwärtstrend beweist. Die Webseitenzugriffe sind um 157 Prozent gestiegen, die Aufrufe (Maps und klassische Suche) um 700 Prozent, die Fotoaufrufe um 237 Prozent und die Aufrufe der Wegbeschreibungen um 329 Prozent und unsere Webseite ist wieder dauerhaft unter den ersten drei Plätzen.

Das bedeutet zwar nicht automatisch, dass die Kassen voll sind, es heißt aber, dass das Interesse an unserem Unternehmen wieder zulegt. Jetzt liegt es an uns, das Interesse durch Marketingaktionen in Termine zu verwandeln.

Neukunden akquirieren

Das ist die Königsaufgabe, denn die Statistik sagt leider nichts darüber aus, wie viele der 176 Telefonate, die über GMB zustande gekommen sind, von Neukunden stammen. Immerhin sind das 46 Prozent mehr generierte Telefonat mehr als im Jahresdurchschnitt 2019 pro Monat angefallen sind.

Nackte Zahlen

Das sind die nackten Zahlen, und sie zeigen wenigstens eine Tendenz.
Zurzeit haben wir 74 Stunden in der Woche geöffnet. So können wir das gesamte Team durchgehend beschäftigen und mussten keine Entlassung vornehmen.

Corona-Konzept

Eine Auszubildende ist wieder in ihre Heimatstadt zurück gegangen, eine weitere schließt im Juli ihre Ausbildung ab und beginnt im Herbst mit ihrem Studium. Beide Abgänge haben wir mit neuen Azubis ersetzt. Nun steht noch der Test einer neuen Fachkraft an, die ich gerne in ein, ich nenne es mal Corona-Konzept, einbinden möchte.

Mitarbeiterplanung

Bei der Mitarbeiterplanung sind wir damit unseren Plänen zu 100 Prozent gefolgt, auch auf die Gefahr hin, dass wir eventuell länger zwischenfinanzieren müssen als in Normalzeiten. Aber die Chance, das Unternehmen jetzt neu aufzustellen und an den richtigen Stellen zu verstärken, kann ich nicht ohne Versuch verstreichen lassen.

Urlaub

Während des Lockdowns hatten unsere Mitarbeiter zwei Wochen Betriebsferien. Trotz des größeren Umsatzdrucks in diesem Jahr muss der gesamten Urlaub wieder im laufenden Jahr genommen werden. Ein Übertrag ins neue Arbeitsjahr ist bei uns nicht möglich.

Das hat für mich denselben Stellenwert wie die Vermeidung von Verbindlichkeitsstundungen. Wenn alles gut läuft und wenn mit der zweiten Welle kein weiterer Lockdown kommt, können wir das laufende Jahr noch einigermaßen gut abschließen.

Zukunft

Dazu wage ich derzeit keine Prognose, außer der, dass sich der Markt bereinigen wird. Das Zukunftsinstitut und der Thinktank 2beahead haben zwar schon Prognosen veröffentlicht. Es stecken sehr viele gute Ansätze und Gedanken drin, für mich ist das aber derzeit für unser lokales Business noch nicht greifbar.

Tendenzen erkennbar

Gesellschaftlich, politisch und gesamwirtschaftlich mag es erkennbare Tendenzen geben, aber die kann ich derzeit in unser Konzept nicht einweben. Ich brauche definitiv mehr belastbare Daten, und das bedeutet zurzeit (leider) Geduld beweisen zu müssen.

Kassensturz

Am 31.7.2020 kann ich erstmalig einen einigermaßen belastbaren Kassensturz vornehmen. Dann habe ich fünfeinhalb Umsatzmonate vorliegen, daraus läßt sich ein vorläufiges Jahresszenario berechnen. Trotz Corona, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und drohenden Insolvenzen muss ich entscheiden, wohin unsere Reise im Jahr 2021 gehen soll.

Roter Faden

Ich bin mir natürlich vollständig bewusst, dass meine Pläne beim ersten Kontakt mit der Realität wahrscheinlich Makulatur sind. Aber was hilft’s? Noch schlechter ist es, einfach ins Moor zu laufen, ohne eine Sicherheitsleine anzubringen. Mein Roter Faden 2020 hängt nach wie vor im Salon, und den greife ich jetzt wieder auf. Ich hoffe jetzt auf die Vernunft und die Einigkeit der Politik bei der weiteren Vorgehensweise in der Corona-Pandemie.

Fazit

Für mich persönlich kann ich sagen, dass mein Glaube an die Zukunft unseres Unternehmens unerschütterlich ist. Auf gar keinen Fall verschließe ich die Augen vor möglichen Schwierigkeiten, und ich laufe mit offenen Augen und dem Mut, schmerzhafte Entscheidungen zu fällen wenn es notwendig wird, meiner Zukunft entgegen. Veränderung wird die neue Regelmäßigkeit sein.