Soziale Verantwortung Archive - Seite 4 von 4 - Peter Gress

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Digitale Geldwirtschaft – Die Freiheit die wir meinen?

euro cash withdrawal from an ATM of the airport

euro cash withdrawal from an ATM of the airport

Das Ende des traditionellen Bankgewerbes ist angekündigt. Die FinTec Branche attackiert mit disruptiven Innovationen. Tägliche Transaktionen am POS werden immer mehr digital getätigt was mein Leben ungemein erleichtert. Ich bin dafür!

Immer lauter wird in diesem Zuge die Abschaffung des Bargeldes gefordert. Ich bin dagegen! Ich brauche zum Einen eine Wahlmöglichkeit und zum Anderen eine staatlich garantierte Währungssicherheit in Form physisch greifbarer Banknoten und Münzen.

Bargeld ist in den Augen der Finanzer teuer und ineffizient. Mag sein. Aber den Zustand der Alternativlosigkeit lehne ich für mein generell Leben vehement ab. Ich werde heute schon durchleuchtet, überwacht, getrackt. Die Daten stelle ich freiwillig zur Verfügung, weil ich Smartphone, Navi, Kreditkarte verwende und weil mir das einen persönlichen Nutzen bringt.

Aber: eine Wahl zu haben bedeutet Freiheit, und was kann über der Freiheit stehen?

Wo liegt das Problem mit dem digitalen Geld?

Über 80 Prozent der Geldmenge in der Eurozone ist Giral- oder Buchgeld. Dieses Geld existiert nicht wirklich, es ist elektronisch erzeugt, hat aber denselben Wert wie Banknoten. Diese Geld der Notenbanken macht heute nur noch um die 20 Prozent des gesamten Geldes in der EU aus. Wenn die Bank einen Kredit vergibt entsteht Giralgeld das die Bank über eine Rücklage von lediglich 3% des neu geschaffenen Geldes absichern muss (1% Mindestreserve, 1,4% Bargeldreserve, 0,1-0,6% für die Überschussreserve). Die Bank transferiert das Buchgeld auf ein Konto, es beginnt zu zirkulieren, und wenn der Kredit zurückbezahlt ist verschwindet das Geld wieder. Es war nur ein Buchungsvorgang in den Büchern der Bank.

De facto ist es also schon heute so, dass wir so gut wie kein Bargeld mehr haben. Man stelle sich aber weiterhin vor, dass dieser geringe Gegenwert von 20% Bargeld in Form von Noten und Münzen ganz wegfällt. Geld könnte von jeder Bank per Knopfdruck produziert und vernichtet werden. Ein staatlicher Einfluss über den Geldverkehr ist ohne Banknoten und Münzen nicht mehr vorhanden, die Kontrolle über die Bürger durch privatwirtschaftlich agierende Geldproduzenten wäre vollkommen. Wer soll das wollen?

Hatte jemand im ausschließlich von Bargeld bestimmten Wirtschaftsleben einen Kauf getätigt musste er die Rechnung mit real existierendem Geld bezahlen. Wenn sich heute eine Bank eine Immobilie kauft braucht sie nicht einmal mehr selber einen Kredit aufzunehmen. Sie bucht einfach den Betrag elektronisch als Sichteinlage auf das Konto des Verkäufers. Bedingt durch das System kann die Bank relativ sicher sein, dass die Sichteinlage – für die sie haftet und diese auf Wunsch des Kontoinhabers in Bar ausbezahlen muss – nicht abgehoben wird, sondern als Buchgeld auf dem Konto bleibt. Da auch Geldanlagen und Investitionen mit Buchgeld getätigt werden macht eine Barabhebung über den persönlichen Bedarf hinaus überhaupt keinen Sinn mehr.

Ich bin kein übertriebener Skeptiker, aber ich vertraue privatwirtschaftlich agierenden Bankkonzernen nicht, und ich will auch nicht mein persönliche Wohl oder Wehe in den Händen von Banken sehen. In unserem Wirtschaftssystem werden Konzerne immer mit alle Möglichkeiten versuchen, das Machbare bis zur Schmerzgrenze auszureizen, und wenn das nicht mehr genügend Gewinn verspricht darf es gerne auch darüber hinaus gehen. Die ethischen und moaralischen Grennzen dieses wirtschaftichen Tuns in gesellschaftlichen Diskursen auszuloten wird dann obsolet, weil es nichts mehr an der Situation ändert.

Sei es noch so ineffektiv und teuer zu handhaben – ich liebe Bargeld!

“Das Lächeln stirbt nie!”

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Benehmen und Service für Auszubildende im Friseurhandwerk

Sonntag, 21.09. 2014
09:30 Uhr – 17:30 Uhr
195,00 € p. Teilnehmer zzgl. 19% MwSt.
165,00 € p. Teilnehmer zzgl. 19% MwSt. bei weiteren TN aus einem Salon
Seminargetränke, Snacks beinhaltet

Seminarbeschreibung

Download Anmeldeformular (PDF)

Wenn junge Menschen aus der Schule in die Ausbildung kommen, gibt es meist Probleme
mit dem richtigen Verhalten gegenüber Kunden im Salon. Wenn ein junger Mensch sich gegenüber einer Kundin unpassend verhalten hat, höre ich sehr oft den Satz:„Das muss man doch wissen!“,. Sie wissen es nicht, und es tut den Jugendlichen und dem Team nicht gut, wenn die Ausbilder ihnen nicht zeigen, was sie sich unter richtigem Verhalten vorstellen. Deshalb haben wir das Seminar „Das Lächeln stirbt nie!“ mit dem Untertitel Benehmen und Service für Auszubildende im Friseurhandwerk entwickelt. Der Empfang, der Service und die Verabschiedung sind die drei maßgeblichen Bereiche, in denen Auszubildende einen wichtigen Beitrag zur Kundenbindung leisten.

Wirtschaftsjunioren

Seit einigen Jahren unterstützen wir Schüler aus Haupt- und Werkrealschulen bei der
Vorbereitung auf die Bewerbung. Wir helfen ihnen dabei, in den Ausbildungsbetrieben eine
gute Figur zu machen, um damit ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen.
Dieses Engagement hat uns maßgeblich die Augen dafür geöffnet, wie einfach es ist,
Jugendlichen die Angst vor einwandfreiem Verhalten zu nehmen. Auf dem Schulhof ist es
uncool, Mädels aus der Jacke zu helfen, die Tür aufzuhalten oder einen höflichen Gruß mit
auf den Weg zu geben. In Berufen mit direktem Kontakt zu anderen Menschen gehört das
zum guten Ton, deshalb ist die Schulung von Benehmen und Service ein wichtiger
Baustein für ein erfolgreiches Team.

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Glück kennt keine Unterschiede

Was ist Glück? Das ist eine wirklich gute Frage! Es ist das alltägliche kleine Glück, das uns durch den Tag hilft, das uns aufrecht hält und das uns die emotionale Sicherheit gibt, ohne die ein glückliches Leben unmöglich wäre. Dagegen ist die Beseitigung des Welthungers keine gute Wahl als Glücksquelle. Keiner von uns wird eine Lösung für dieses globale Problem finden, weshalb man sein persönliches Glück nicht davon abhängig machen kann.

Das persönliche Glück
Geglücktes Leben kann sein, auf dem Sterbebett sagen zu können: “Ich habe mein Leben für mich gelebt, und nicht für die anderen.” Viele Menschen sind unglücklich, weil sie es nicht schaffen, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen, ihr Leben selbstbestimmt und nach eigenem Entwurf zu leben. Es ist immer jemand oder etwas da, der oder das einen an der Erfüllung seines persönlichen Glücks hindert.

Identität schaffen
Wenn ich auf meinem Weg nicht mehr weiterkomme muss ich mir drei Fragen stellen: 1.) Wo setze ich bei einer Veränderung an?; 2.) Was taugt mein Netzwerk; 3.) Habe ich überhaupt den Mut zu dieser Veränderung? Wer sich bewusst dafür entscheidet, sein Leben zu lassen wie es ist entscheidet akzeptabel. Dann aber bitte auch keine Lamenti darüber.

Persönliches Glück gestalten
Glück ist für alle Menschen gleich und wird doch sehr unterschiedlich empfunden. Wenn ich die Möglichkeit hätte, per Verbindung mit einer Maschine einen dauerhaften Glückszustand zu erreichen würde ich das sicher ablehnen. Ich möchte nicht einfach irgendwie, sondern der richtigen Dinge wegen glücklich sein, auch wenn ich dieses Glück notfalls erkämpfen muss. Welche Hautfarbe Menschen haben, in welchen sozialen Strukturen sie leben, wo sie leben, wie sie leben, was sie essen und trinken, ob sie gesund oder behindert sind und ob die individuellen Glücke dem entsprechen, was wir in unserer Gesellschaft unter Glück verstehen, spielt überhaupt keine Rolle. Ein behinderter Mensch empfindet bei denselben Tätigkeiten Glück wie ein gesunder Mensch.

Was hat das tägliche Glück mir Führung zu tun? Ich könnte alle möglichen Gründe anführen, will aber mit meiner kleinen Schrift lediglich darauf hinweisen, dass Glück zu einem gelungenen Leben gehört. Je mehr wir uns mit unseren persönlichen Glücken identifizieren, desto mehr ruhen wir in uns. Und wer würde besser führen als ein in sich ruhender Mensch mit klaren Werten und Zielen?