Öffentlichkeitsarbeit Archive - Seite 5 von 8 - Peter Gress

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Welle bricht

COVID-19 und die 2. Welle

Es wird noch einige Monate so bleiben. Das ist eine gesicherte Erkenntnis aller Wissenschaftler. Wenigstens bis es ein Medikament für die Erkrankten oder einen Impfstoff für die Gesunden gibt. Am Dienstagmorgen habe ich in Gabor Steingarts Morning Briefing Podcast ein Interview mit dem RKI-Präsident Lothar Wieler gehört. Steingarts Podcast könnt ihr hier abonnieren.

Wichtige Kennzahlen

Der Umgang mit Corona ist von täglichen Learnings begleitet. Jede Erkenntnis muss erst gewonnen werden, bevor sie von der Politik in eine Handlungsanleitung umgesetzt werden kann. Mein Eindruck von Lothar Wieler ist positiv, er ist ein faktengetriebener Wissenschaftler, der Informationen abwägt und auf die gesellschaftlichen Folgen prüft. Nichtsdestotrotz handelt er als Berater der Politik und hält sich mit eigenen Umsetzungsmaßnahmen zurück. Das empfinde ich als sehr wohltuend.

Reproduktionsrate (1)

Für Wieler spielt die Reproduktionsrate (1) eine große Rolle. Sie ist der Indikator dafür, ob die Intensivbetten in Deutschland ausreichen, um Schwerbetroffene zu behandeln. Beträgt der R-Faktor 1, steckt ein Mensch maximal einen anderen an. Liegt der Faktor kleiner als 1 verlängert sich die so genannte Verdopplungszeit, was die Neuinfektionen verringert (s. Statistik)

Je kürzer die Verdopplungszeit ist, desto mehr Infektionen gibt es. Russland, USA und Großbritannien sind die derzeitigen Hotspots. Spanien erholt sich zusehends und auch in Frankreich und Italien geht es stetig bergauf. Deutschland ist auf einem guten Weg und diese Entwicklung sollten wir auf keinen Fall durch Unvorsichtigkeit gefährden.

Dem Virus ist es völlig egal, ob wir es ernst nehmen oder nicht. Mit dem Virus können wir nicht verhandeln, das reagiert radikal auf jede Unvorsichtigkeit. Corona ist binär, es gibt nur Null oder Eins. Verhindern können wir die Ansteckungen nicht, wohl aber kontrollieren.

Die Chance , die uns die Politik durch umsichtiges Handeln gegeben hat, sollten wir nicht mit Kniebrecher-Aktionen aufs Spiel setzen. Wenn wir schlau sind nutzen wir die Chance und kommen besser aus der Situation heraus als anfänglich befürchtet.

Die größten Sorgen der Menschen

Die Gesundheit der Familien und die wirtschaftlichen Aspekte sind den Menschen in allen Ländern nahezu gleich wichtig. Lediglich Deutschland knickt hier etwas ein, was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass sich die Menschen durch die sozialen Sicherungssysteme als sehr stark abgesichert empfinden. Die Arbeitsplatzsicherheit spielt dagegen erstaunlicherweise eine recht geringe Rolle. Erfrischend ist, dass die Weltuntergangsapostel recht weit unten rangieren.

Dynamik der Inzidenz (2)

Mit der Inzidenz wird die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes beziffert. Je schneller die Infektionsrate steigt, desto schneller sind unsere Krankenhauskapazitäten am Limit. Dafür hat die Politik das Zentralregister geschaffen, in dem alle Intensivbetten und Beatmungsgeräte erfasst sind. Im Falle der erwarteten zweiten Welle ist das von unschätzbar hohem Wert, weil die Krankenhäuser in einem solchen Fall schnell reagieren und die Intensivbetten bereitstellen können.

Die Entwicklung der Neuinfektionen ist durch den geringen R-Faktor von derzeit 0,71 stetig rückläufig. Das zeigt deutlich, dass wir die Reproduktion durch die Mund-Nasen-Bedeckungen und die Abstandswahrung dauerhaft verringern können. Ich bin gespannt, wie die teilweise Öffnung der Gastronomie und Ladengeschäfte die Reproduktion beeinflusst.

Kanzlerin Merkel war bei der Pressekonferenz am Mittwoch, 6.5.2020, sichtlich genervt davon, dass die Länder ihre eigenen Maßnahmen schon vor der Konferenz beschlossen hatten. Wir haben mit Winfried Kretschmann einen besonnenen Politiker an der Spitze, dem ich die richtigen Schritte für Baden-Württemberg zutraue. (s. Notfallmechanismus)

Egal wie jeder von uns zum Lockdown oder der Handlungsweise der Politik steht; jede Entscheidung die heute getroffen wird, kann sich morgen als falsch herausstellen. Deshalb sollten wir uns alle besser an die Fakten halten und Corona-Leugner wie den grenzdebilen rechtslastigen AfD-Mann Hansjörg Müller geflissentlich ignorieren. Das Problem dabei: Die Verschwörungstheoretiker haben eine große Lobby.

Schwere der Krankheit (3)

Laut Wieler müssen 18 Prozent der Corona-Infizierten ins Krankenhaus und 4,7 Prozent sterben. Im nachfolgenden Chart sieht man die Konzentration der Todesfälle auf die Altersklassen ab 57 Jahre. Auch wenn der Krankheitsverlauf bei vielen Jungen heftig verläuft, liegt der Schwerpunkt der Mortalität ganz klar auf älteren Menschen.

Die Berechnungen der Wissenschaftler zielen einzig darauf ab, dass im Falle einer zweiten Welle genügend Intensivbetten und Beatmungsgeräte vorhanden sind. Wenn 18 Prozent der Infizierten ins Krankenhaus müssen und 40.000 Intensivbetten vorhanden sind, dürfen nicht mehr als 222.400 Menschen gleichzeitig innerhalb von zwei Wochen infiziert sein. Das ist die maximale Anzahl an Neuerkrankungen, ab der die Ärzte mit der Triage beginnen müssten.

Derzeit gibt es rund 28.000 Infektionen in Deutschland (Gesamtzahl minus Gesundete minus Gestorbene). Es könnten theoretisch rund 200.000 Neuansteckungen innerhalb zwei Wochen hinzu kommen, bevor die Kapazität der Intensivbetten erschöpft ist. Das wären pro Tag 14.285 Neuinfektionen.

Zum Vergleich: Die höchste Zahl der Neuinfektionen lag am 28. März 2020 bei rund 6.800 pro Tag. Es würde also 30 Tage dauern, bis die Grenze von 200.000 Neuinfektionen erreicht ist. Für die genaue Berechnung müsste ich noch die Gesundungs- und Mortalitätsrate einrechnen. Das spare ich mir an dieser Stelle.

Fazit

Wir sitzen alle im gleichen Boot. Deshalb stünde es uns gut an, wenn wir auch so handeln und aufpassen. Ein gewisses Maß an Selbstreflexion ist jetzt wichtig, denn wir wollen auch alle gemeinsam aus diesem Boot heraus.

Hygienekonzept zum kostenlosen Download

Herzlich willkommen liebe Kunden, liebe Kolleginnen und liebe Kollegen! Mein neues Video zum kostenlosen Download unseres Hygienekonzepts seht ihr hier:

Video zum kostenlosen Download des Hygienekonzepts

Kostenloser Download des Hygienekonzepts

Heute geht es um die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung unserer Salons. Stand heute Karfreitag gibt es natürlich noch keine hundertprozentige Gewissheit, unter welchen Voraussetzungen das geschehen wird. Aber wir bei Gress Friseure haben uns mit verschiedenen Szenarien darauf vorbereitet. Wie bereits in meinem letzten Video angekündigt, haben wir bei Gress Friseure intensiv an einem Konzept zur Vermeidung von Corona im Salon gearbeitet. Meine Schwester Bettina hat sich voll rein gekniet und für jeden einzelnen Geschäftsbereich Corona-Vermeidungsprozesse definiert und in Tabellen eingepflegt. Das Konzept könnt ihr gerne hier kostenfrei downloaden.

Ohne höhere Hygienestandards im Salon wird es nicht gehen, soviel ist auf jeden Fall schon mal sicher. Diese Standards waren schon vor Corona sehr hoch. Aber jetzt kommen eben die Corona-Maßnahmen noch obendrauf. Deshalb haben wir alle möglichen Corona-Maßnahmen in ein Konzept gepackt, das auf der Basis der Hygiene Vereinbarungen für das Friseurhandwerk aufgesetzt ist. Wir sind somit in der Lage, die geforderten Maßnahmen von Verband und Politik sehr, sehr schnell umzusetzen. Hier könnt ihr die aktuellsten Informationen über die Corona-Situation in BW abrufen.

Corona-Virus Darstellung
Microscopic view of Coronavirus, a pathogen that attacks the respiratory tract. Analysis and test, experimentation. Sars. 3d render

Ich hatte in den vergangenen Wochen sicher viele Informationen in den Medien mitbekommen. Immer aktuelle Informationen zu Corona: Robert-Koch-Institut, Johns Hopkins University, Gesundheitsministerium, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Bundesgesundheitsministerium, Sozialministerium Baden-Württemberg.

Für mich persönlich war es sehr zeitraubend und arbeitsintensiv, die wichtigen Informationen herauszufiltern. Meiner Meinung nach macht die Politik in Deutschland einen richtig guten Job. Daran gemessen, was in Italien oder in Spanien oder jetzt auch in den USA abläuft. Damit wir uns ein eigenes Bild machen konnten, haben wir uns bei der Erarbeitung unseres Konzepts von der Hygienebeauftragten einer Klinik im Landkreis Esslingen beraten lassen.

Unser Ansatz war der, dass was in der Klinik funktioniert, auch im Friseurbetrieb taugt. Ich gehe davon aus, dass der Verband in den nächsten Tagen zur Situation Stellung beziehen wird. Bis dahin wird es auch ein Hygienekonzept geben. Ich weiß von vielen geschätzten Kolleginnen und Kollegen, die an eigenen Konzepten arbeiten. Und das ist sehr, sehr gut genutzte Zeit. Auch wenn wir noch nicht wissen, wohin die Reise führt und was wir direkt umzusetzen haben, sind wir doch vorbereitet für die nächsten Schritte.

Ich habe heute am Karfreitag noch einmal das Netz durchforstet, aber noch keine wirklich aussagekräftige und ernst zu nehmende Kommunikation zur Vermeidung von Corona im Friseursalon gefunden. Ihr könnt deshalb gerne unser Konzept unter www.gress.de/hygiene downloaden. Wichtig für alle Friseursalons ist jetzt, dass sich der Verband und die Politik darauf einigen, unter welchen Gesichtspunkten es für uns weitergeht. Ich gehe immer noch vom 20. 2020 aus. Und ich drücke wirklich alle Daumen, dass uns das auch gelingt.

Beachtet bitte, dass unser Konzept selbstverständlich keine Allgemeingültigkeit hat. Die finale Gestaltung der offiziellen Handlungen im Salon obliegt dem Verband und der Politik. Unser Konzept ist als Leitfaden für euer eigenes Konzept gedacht, damit ihr die offiziellen Forderungen schneller umsetzen könnt. Unser Konzept beinhaltet zum Großteil Maßnahmen, die der Leitfaden für die Hygienestandards im Friseursalons schon vorgibt. Diese Anleitung fanden wir eine gute Ausgangslage, um unsere eigenen Corona Vermeidung Maßnahmen einzusetzen.

So haben wir beispielsweise beschlossen, dass wir keine Behandlungen im Gesicht und um die Augen herum durchführen. Unsere Mitarbeiter und auch unsere Kunden werden Atemschutzmasken tragen. Wenn Kunden keine Masken haben, dann stellen wir eine Maske kostenlos zur Verfügung. Hände waschen, desinfizieren, pflegen, die Reinigung der Sitzflächen, der Tische, der Ablagen, der Spiegel, Handspiegel und Waschbecken konsequent nach jeder Benutzung reinigen und desinfizieren. Und noch einiges darüber hinaus gehören zum Konzept.

Wir planen die Erweiterung unserer Öffnungszeiten und werden auf jeden Fall in einer Art zweieinhalbfach Schicht arbeiten, amit nicht zu viele Mitarbeiter und Kunden auf einmal im Salon sein werden. Selbstverständlich werden erkrankte Kunden nicht behandelt, und auch erkrankte Mitarbeiter haben keinen Zutritt zum Salon. An der Rezeption vermeiden wir weitgehend Kontakt mit Bargeld und bitten unsere Kunden mit Karten zu bezahlen. Wir nehmen alle Kreditkarten, Giro Card, Apple Pay. Alles ist möglich. Alle weiteren Details zur Begrüßung, zur Bezahlung und zur Verabschiedung findet ihr in unserem Konzept zum Download.

Da die Reisemöglichkeiten komplett eingeschränkt sind, erwarten wir auch keine Rückkehrer aus Krisengebieten, und Urlauber, die im Zuge von Rückholaktionen nach Deutschland gebracht werden, müssen sowieso zwei Wochen in Quarantäne, bevor sie wieder in die Öffentlichkeit dürfen. Also von dieser Seite her wird keine Gefahr bestehen. Unser erklärtes Ziel war es von Anfang an, die Eröffnung der Friseursalons am 20.4.2020 zu unterstützen und zu forcieren. Und wir hoffen inständig und drücken die Daumen, dass das auch wirklich klappt.

Unsere Mitarbeiter sind auf jeden Fall informiert, und sie werden bis zum Eröffnungstag alle geschult sein, den digitalen Medien wie Facetime, Zoom, Skype oder WhatsApp zum Dank ist das ja heutzutage problemlos möglich. In diesem Sinne erwarten wir hoffentlich unsere Kunden am 20.4.2020.

Wir wünschen euch allen positive Gedanken. Auf jeden Fall, viel, viel Gesundheit. Steckt euch nicht an, bleibt gesund und bleibt vor allen Dingen optimistisch. Euer Peter Gress

Fische im Teich rangeln um Futter

„Wenn es besser werden soll, muss ich etwas ändern.“

Mein Seminar „Raus aus der Vergleichbarkeit“ zeigt Ihnen, wo Sie Potential für einen höheren Kundennutzen finden und wie Sie Ihre Wertschöpfung steigern.


In einem vollen Markt wie dem Friseurmarkt müssen zukünftig zwangsläufig Salons auf der Strecke bleiben, weil es einfach zu viele davon gibt. Noch läuft es in Deutschland wirtschaftlich rund, und die Kunden geben reichlich Geld aus. Das ändert sich jetzt jedoch langsam, denn vier Quartale in Folge ging die Wirtschaftsleistung in Deutschland zurück. Die Zeichen stehen auf Abkühlung, deshalb werden die Verbraucher vorsichtiger und geben zukünftig weniger Geld aus. Darauf müssen sich nicht nur Friseure, sondern alle Handwerker einstellen. Längere Besuchszeiten, Abwanderung in Billig-Filialen und Privatleistungen werden zunehmen, bedeutet weniger Umsatz für die Salons, das werden viele nicht überleben. Deshalb ist jetzt die Zeit zur Neuaufstellung. Dabei helfe ich Ihnen.

Wo stehen Sie? Welche Probleme haben Sie derzeit? Welche speziellen Dienstleistungen bieten Sie an? Was macht Sie am Markt einzigartig? Sind Sie ein attraktiver Arbeitgeber? Diese und weitere Fragen klären wir im Seminar. Sie sind Teil einer kleinen Seminargruppe und stehen im direkten und intensiven Austausch mit den anderen Teilnehmern und mir. Nutzen Sie den Vorteil des neuen Formats „Raus aus der Vergleichbarkeit“ und den Austausch für eine neue gedankliche Ausrichtung.