Lohn & Gehalt Archive - Peter Gress

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Planung

Abrechenbare Stunden im Friseursalon

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Abrechenbare Stunden sind die kritische Zahl unseres Unternehmens, denn wir leben von der Zeit, die wir an der Kasse abrechnen können. Deshalb stelle ich zur Diskussion, ob wir zukünftig keine Dienstleistungen mehr abrechnen, sondern nur noch Zeiteinheiten.

Die Angebote von Friseuren unterscheiden sich nur geringfügig. Einzig die Preise sind individuell, und die hängen natürlich von den individuellen Kosten ab. Ein vorausschauender und verantwortungsbewusster Unternehmer, der seinen Mitarbeitern den Mindestlohn oder darüber bezahlt kann keine niedrigen Preise haben. Die Öffentlichkeit wird ja immer wieder gerne mal mit einer minimalst verdienenden Vorzeigemitarbeiterin aus dem Friseurhandwerk geschockt, deshalb setze ich nach all der Berichterstattung voraus, dass die daraufhin regelmäßig empört schnappatmende Öffentlichkeit höhere Preise beim Friseur als gesellschaftlich korrekt einordnet. In einer Talkrunde im ZDF wurde auch der Ober-Rote Oskar Lafontaine nach seiner Rechnung beim Friseur befragt. Er gab sechzehn Euro an was mir nicht gerade als tragfähige Basis für einen sozialkassenverträglichen Besserverdienst erschien.

Ein Friseur schneidet Haare, er färbt sie, glättet, lockt und pflegt sie. So heißen auch die Dienstleistungen auf der Preisliste folgerichtig Haarschnitt, Pflege, Ansatzfarbe, Strähnen und so weiter. Was aber, wenn wir gar keine Dienstleistungen mehr angeben, sondern nur noch die Zeit verkaufen? Weil es eigentlich ganz und gar egal ist welche Dienstleistung wir in einer Stunde zelebrieren, weil wir eben den Zeitwert realisiert müssen. Intern müssen die Dienstleistungen in einem Handbuch beschrieben und der Wareneinsatz zugeordnet werden, damit jeder Mitarbeiter genau weiß, welchen Inhalt jede Dienstleistung hat und welchen Nutzen das für den Kunden hat. Aber nach außen muss das nicht notwendigerweise dargestellt werden. Unsere Angebote in Pakete zu binden macht in diesem Zusammenhang sehr viel mehr Sinn.

Beim Friseur sind die Dienstleistungsbezeichnungen ausschlaggebend für die Bewertung und Bezahlung, bei anderen Handwerksberufen wie Maler, Elektriker, Installateur oder Autowerkstatt zählt das Ergebnis: Die Wand leuchtet, das Licht geht an, das Wasser läuft ab und das Auto schnurrt wieder. Der Friseur dagegen macht seine Preisgestaltung für direkt vergleichbare Dienstleistungen die oft noch nicht einmal vernünftig kalkuliert sind. Wir werden nicht dafür bezahlt, dass das Haar glänzt, duftet, schwingt und fließt, bei uns geht es immer um den günstigsten Preis. Auf der Preisliste sollte konsequnterweise nur stehen: „Jede Stunde unserer Leistung kostet 60, 70 oder 80 Euro, die wir mit qualitativ hochwertigen Dienstleistungen füllen“. Oder so ähnlich…

Bei Gress Friseure Die Haarexperten sind wir bereits dazu übergegangen, unsere großen Farbdienstleistungen mit einem Stundensatz von 89 Euro zu bepreisen. Ausschlaggebend ist die ausgebuchte Zeit im Terminkalender und nicht die Dienstleistung, die in dieser Zeit erarbeitet wird. Ich höre immer wieder die Frage: „Was, wenn ich früher fertig bin als kalkuliert? Muss ich dann die gesparte Zeit zuürckzahlen?“ Warum fragt mich niemand: „Was passiert, wenn ich länger brauche? Muss ich das zusätzlich verrechnen?“ Im ersten Fall Nein, im weiten Ja. Fakt ist: Die geplante Zeit muss bezahlt werden, das ist die Zielsetzung. Im Grunde genommen hängt aber alles an der Ausbildung der Mitarbeiter. Sie müssen technisch versiert und schnell sein. Schneckentempo können wir nicht zulassen, weil das die Kunden in diesem Fall nicht akzeptieren. Technisches und zeitorientiertes Training muss die Zeitkalkulation unterstützen. Eine möglichst genaue Trefferquote beim Verkauf unserer Zeit ist das Ziel. Die interne Ausbildung mit ständigem Training mit begleitenden Prüfungen unterstützen das Ziel. Die Entschuldigung: “Sie ist zwar langsam, aber dafür sorgfältig“ kann ich nur so lange gelten lassen, bis das Training abgeschlossen ist und die Arbeit an Kunden beginnt. Ab dann ist die zeitliche Trefferquote Pflicht.

Der Fokus in der Ausbildung muss auf Qualität und Geschwindigkeit liegen, nur dann können wir unsere Zeit effektiv verkaufen. Wenn bei unseren Kunden der Eindruck entsteht, wir verzögen die Zeit, damit wir den Umsatz rechtfertigen ist das kontraproduktiv. Es ist deshalb nicht ratsam, das Zeitsystem einzusetzn, ohne die entsprechende Vorbereitung zu leisten. Bei immer größerem Wettbewerbsdruck werden sich viele Friseure preislich immer und immer weiter unterbieten. Wer da einsteigt ohne die kritische Größe zu haben hat von vorn herein verloren. Wir müssen Geld verdienen und unsere Mitarbeiter Geld verdienen lassen, um für Azubis und Fachkräfte überhaupt interessant zu sein. Die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich an der Kasse in der Summe der abgerechneten Stunden. Die Qualität der Arbeit, die Kundenbindung und die Wertschätzung der Mitarbeiter durch gute Führung und individuelle Förderung sind die Grundlagen für Wachstum, sie entscheiden über den wirtschaftlichen Erfolg eines Friseurunternehmens.

Das Fazit des heutigen Podcasts: Erstens brauchen wir eine bessere interne Ausbildung, weil wir nicht darauf warte können, dass das jemand für uns übernimmt. Denn das wird nicht geschehen. Zweitens müssen unsere Preise höher werden, kombiniert mit besserer fachlicher Leistung. Drittens müssen unternehmerisches Denken und die Kontrolle der Kennzahlen dafür sorgen, dass immer genügend Geld für Investitionen in Salon und Schulung vorhanden ist. Viertens und zu guter Letzt muss jeder Ausbildungsbetrieb die Zielgruppe seiner Azubis exakt definieren und diese strategisch angehen.

Mehr Netto vom Brutto

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Steuerfreie Pauschalzulagen sind Geschenke des Staates an die Arbeitnehmer. Sie sind für Arbeitgeber eine gute Möglichkeit, Mitarbeiter zu honorieren, ohne Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Ein großes Hindernis war bisher der große Aufwand, doch ein Münchner Start-up schafft Abhilfe. Die Spendit AG hat eine Möglichkeit gefunden, das System für Arbeitgeber einfacher und für den Mitarbeiter flexibler zu machen: mit einer Prepaidkarte.

Jeder Arbeitnehmer kennt das Spiel, von der Lohnerhöhung kommt nicht viel auf dem Konto an, und für den Arbeitgeber steigen die Lohnnebenkosten. Die steuerfreien Zuwendungen als professionelles Tool für mehr Netto vom Brutto auf einer Prepaid-Mastercard – das klingt für uns als Arbeitgeber überzeugend. Ursprünglich waren Tank-, Bücher- oder Essensgutscheine sehr beliebt. Aber die muss man einzeln aufwendig kaufen, und die Mitarbeiter sind an den Zweck gebunden. Spendit ist eine coole Möglichkeit für den Mitarbeiter, an jedem POS mit der Prepaid-Karte produktungebunden einkaufen zu können was immer er möchte. Das Finanzamt schreibt lediglich vor, dass die Zuwendung unbar erfolgen muss. Ein weiteres Problem ist die Verbuchung der Zuwendung. Sie muss in dem Monat erfolgen, in dem sie gewährt wird. Das wird zum Problem wenn der Mitarbeiter im Urlaub oder krank oder aus anderen Gründen nicht im Haus sein kann. Die Zuwendung darf nämlich nicht nachgeholt werden. Ein weiterer Vorteil: die Spendit-Mastercard kann im Unternehmens-CI geordert werden.

Das Unternehmen profitiert vom erleichterten Verwaltungsaufwand, denn Spendit stellt ein Online Tool zur Verfügung, mit dem die Transaktionen per Mausklick ausgeführt werden. Die anfallenden Servicegebühren werden samt der Zuwendung von Spendit eingezogen, und der Differenzbetrag der Mitarbeiterkarte gut geschrieben. Für die Buchhaltung bedeutet das absolute Transparenz gegenüber dem Finanzamt, und der Mitarbeiter kann seinen Kontostand online per Passwort überwachen. So fallen für das Unternehmen nur wenige Minuten Verwaltungsaufwand an, beide Seite sparen Steuern und die Karte im CI macht was her. Spendit ist eine wirklich clevere Methode, den Mitarbeitern einen Bonus zukommen zu lassen. Wenn Sie Fragen zur praktischen Umsetzung haben dürfen Sie sich gerne an peter.gress@gress.de wenden.

Wie funktioniert Spendit?
Es gibt sechs verschiedene Einsatzmöglichkeiten, die ich Ihnen im Anschluss aufliste und erkläre. Wir bei Gress Friseure setzen Spendit 44, Spendit 21 und Spendit 3 seit April 2016 erfolgreich ein.

Spendit 44
Unternehmen können ihren Mitarbeitern monatlich bis zu 44 Euro steuer- und abgabenfrei in Form von Sachleistungen oder Gutscheinen gewähren.

Laut §8 Abs. 2 Satz 11 EStG und den Urteilen des Bundesfinanzhofes gelten diese Gutscheine als steuerfreie Sachbezüge.

Mit der Spendit MasterCard® können Sie Sachbezüge in Ihrem Unternehmen digital nutzen: Der weltweit einsetzbare „Universalgutschein”.

Spendit 21
Gemäß §22 Nr. 3 EStG „Vermietung einer Werbefläche“ haben Sie als Arbeitgeber die Möglichkeit, einzelne Werbeflächen auf dem PKW, Motorrad oder Fahrrad des Arbeitnehmers zu mieten. Dies ist bis zu einer Freigrenze von bis zu 252 Euro jährlich bzw. 21 Euro monatlich steuer- und abgabenfrei möglich.

Auszahlung bequem über personalisierte Spendit Karte.

Spendit 3
Steuerfreie Mitarbeitergeschenke

Geschenke an Arbeitnehmer – Aufmerksamkeiten zu besonderen persönlichen Anlässen – sind bis zu 60 Euro pro Anlass abgaben- und steuerfrei und für den Arbeitgeber als Betriebsausgabe absetzbar.

Als Arbeitgeber können Sie diese Aufmerksamkeit bis zu 3-mal jährlich gewähren.
Jährlich bis zu 348 € Ersparnis pro Mitarbeiter im Vergleich zur Lohnerhöhung.

Spendit Online
Als Arbeitgeber können Sie Ihren Mitarbeitern die Kosten für die Internetnutzung mit jährlich bis zu 600 € erstatten.

Hierzu zählen sowohl die laufenden Kosten (z.B. Grundgebühr, Flatrate etc.) als auch einmalige Kosten für die Einrichtung des Internetzugangs.

Notwendig ist lediglich, dass Ihrem Mitarbeiter der entsprechende Aufwand für die Internetnutzung tatsächlich entsteht.

Spendit Relax
Mehr Guthaben für Urlauber.

Arbeitgeber können Ihren Mitarbeitern jedes Jahr Urlaubsgeld (Erholungsbeihilfe) gewähren. Zusätzlich können auch Ehepartner und Kinder von SPENDIT / RELAX profitieren.

Gemäß § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG wird die Erholungsbeihilfe pauschal mit 25 % (zzgl. Soli und Kirchensteuer) besteuert. Damit ist die Erholungsbeihilfe im Gegensatz zum klassischen Urlaubsgeld sozialversicherungsfrei!

Spendit More
Pauschale Sachzuwendungen

Als Arbeitgeber können Sie gemäß §37b EStG jährlich bis zu 10.000 Euro netto an Mitarbeiter auszahlen, die pauschal mit lediglich 30% des Nettobetrags (zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) versteuert werden müssen.

Spendit More ist sozialversicherungspflichtig.

Intelligente Lösung für finanzielle Zuwendungen

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Die unternehmenseigene Spendit-Eurocard ist eine schlüssige Lösung für lohnsteuer- und sozialversicherungsfreie finanzielle Zuwendungen an Mitarbeiter. Die Beschaffung von Gutscheinen entfällt, weil die Freibeträge vom Unternehmen über einen Dauerauftrag direkt auf die Karte gebucht werden. Das Finanzamt verlangt, dass Zuwendungen nicht bar ausbezahlt werden, das ist mit der Karte garantiert. Die Spendit Mastercard wird somit Bestandteil des monatlichen Gehalts oder Lohns.

Wie funktioniert das Ganze?

Das Unternehmen meldet sich bei Spendit an und wählt die gewünschte(n) Zuwendung(en) aus. Sechs Pakete stehen zur Wahl:

  • Spendit 44 als steuerfreier monatlicher Sachbezug
  • Spendit 21 als Makenbotschafter mit monatlich 21 Euro
  • Spendit Drei als steuerfreie Mitarbeitergeschenke
  • Spendit Relax als Erholungshilfe
  • Spendit Online als Zuschuss zur Internetnutzung
  • Spendit More als pauschalversteuerte Sachzuwendungen

Wir haben für die Lohnerhöhungen unserer Mitarbeiter die Kombination von Spendit 44, Spendit 21 und Spendit Drei gewählt. Das summiert sich im Jahr auf eine Gesamtsumme von 960 Euro die steuerfrei an die Mitarbeiter bezahlt werden können.

Wo liegt der Vorteil für den Mitarbeiter?

    • Die MasterCard kann vom Mitarbeiter als Sparkonto behandelt werden
    • Die Karte ist als offizielles Zahlungsmittel weltweit an alles POS einsetzbar

    Wie ist der gesetzliche Anspruch abgesichert?

    • Mitarbeiter können ausschließlich über die Guthaben verfügen
      Die Guthaben können nicht ausbezahlt werden
    • Alle Vorgaben der Finanzgesetzgebung sind damit abgedeckt.

    Die Mitarbeiter können ihren Kontostand online einsehen, so hat das Unternehmen einen sehr geringen Verwaltungsaufwand, weil beispielsweise die Beschaffung von Gutscheinen wegfällt. Alle Zahlungen sind online lückenlos gelistet, die Beweispflicht bei der Sozialversicherungsprüfung ist damit garantiert.

    Ein Zusatzeffekt ist die Personalisierung der MasterCard im CI des Unternehmens. Das sieht professionell aus und ist ein zusätzliches Argument bei Lohnverhandlungen und Neueinstellungen.