Lernen Archive - Peter Gress

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Strategie-Gruppe

Strategie bestimmt den Erfolg

Läuft das Geschäft nicht, stimmt die Strategie nicht. Strategie bestimmt den Erfolg, das haben viele erfolgreiche Unternehmer erkannt. Wenn ein Unternehmen nicht mehr wächst, kann es auf Dauer nicht überleben. Wolfgang Mewes hat das in seiner EKS genannten Strategielehre thematisiert.

Erfolg kommt nicht zufällig

Als Unternehmer sind wir abhängig von guten Mitarbeitern, einer guten Strategie, von effektiver Datenanalyse und an vorderster Stelle vom Mut und der Energie der UnternehmerIn.

Führungsqualität, Innovationsfähigkeit und Konsequenz sind die Voraussetzung für erfolgreiches Wachstum. Ich bin davon überzeugt, dass Konsequenz Genialität sticht. Wer bald von einem Thema gelangweilt ist und nicht dran bleibt, kommt nicht voran. Wer dagegen bei der Sache bleibt und seinen Weg konsequent und zielstrebig umsetzt, wird erfolgreich sein.

Mitarbeiter müssen passen

In den ersten Lebensmonaten lernen Babies automatisch. Sie hören, beobachten und kopieren. Die Eltern sind die Vorbilder, denen das Kleinkind folgt. Wir freuen uns, wenn das Kind sich zum ersten Mal auf den Bauch dreht und ganz aus dem Häuschen sind wir, wenn es erste Gehversuche macht. Wir unterstützen es, klatschen in die Hände und freuen uns über die Fortschritte.

Kaum kann das Kind laufen fangen die Beschränkungen an. Tu dies nicht, zu das nicht, lass das, ich mach – das sind gut gemeinte Einschränkungen. In der Schule werden die natürlichen Anlagen wenig gefördert. Der Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung schlechter Noten in Fächern, die das Kind nicht mag. In der Ausbildung und im Berufsleben geht das so weiter, dabei ist die Stärkung des Selbstbewusstseins die wichtigste Aufgabe. Die Unternehmensführung muss erkennen, welche Stärken die Mitarbeiter haben. Diese Stärken müssen zum Unternehmensprofil passen.

Wenn Sie die Vorlage downloaden können Sie aus einer Apple oder Microsoft Vorlage wählen. Tragen Sie in die linke Spalte die Namen Ihrer Mitarbeiter ein. In der Headline listen Sie Ihre Dienstleistungen oder Services und bitte Ihre Mitarbeiter, dort ein Kreuz zu machen wo sie sich richtig stark einstufen. Ein weiteres Kreuz sollen sie dorthin machen, wo sie eine stärkere Spezialisierung anstreben. So haben Sie erstmal einen Überblick, wo Ihre Mitarbeiter stehen und wie Sie sie in Ihre Unternehmensstrategie einbinden können.

Wenn ein Mitarbeiter nicht die Stärken hat und Leistung bringt, die er bringen soll, passt er leider nicht zur Strategie des Unternehmens. Die Floskel: “Das wird schon” setzt auf Hoffnung, ist aber weder für das Unternehmen noch für den Mitarbeiter gesund. Wenn die Mitarbeiter nicht zum Unternehmen passen, muss man sich von ihnen trennen. Ein harter Schnitt ist besser als ein langgezogenes Leiden.

Was folgert daraus für das Unternehmen?

Wir wissen, dass wir Menschen nicht dauerhaft von außen motivieren können. Menschen motivieren sich aus sich selbst heraus, wenn sie einen Sinn in dem sehen was sie tun. Unternehmen sollten deshalb dafür sorgen, den Mitarbeitern ein Umfeld zu bieten, in dem sie wachsen und ihre Vorstellungen von erfüllender Arbeit gestalten können. Das dringendste Ziel von strategischer Führung muss heute sein, die individuellen Stärken der Menschen heraus zu filtern. Erst wenn beide Seiten zueinander passen, beginnt die produktive Reise in die Zukunft.

Fluktuation einplanen

Strategie bestimmt den Erfolg, deshalb gehört zu einem guten Mitarbeitermanagement die Akzeptanz von Fluktuation. Die Ziele des Unternehmens können sich verändern, und Mitarbeiter entwickeln sich im Lauf der Jahre ebenfalls weiter. Es kann durchaus der Zeitpunkt kommen, an dem man auseinander driftet. Das liegt in der Natur der individuellen Entwicklung durch viele Einflüsse von außen. Will das Unternehmen den Mitarbeiter halten muss es deshalb aufmerksam bleiben und sich aktiv um die Mitarbeiter kümmern.

Lebenslanges Lernen

Auch die Denkweise der Mitarbeiter ist der Veränderung unterworfen. Menschen lernen automatisch immer weiter. Sie müssen nur zulassen, dass sie das Gelernte auch für ihre eigene Entwicklung einsetzen. Wäre das nicht so, gäbe es keine Entwicklung und der gefürchtete Satz: “Du hast Dich in all den Jahren gar nicht verändert” wird ausgesprochen. Das mag gut gemeint sein, aber es ist eine Beleidigung des Intellekts.

Wenn wir unseren Mitarbeitern ein konstruktives Lern- und Arbeitsumfeld bieten, haben wir eine wichtige Voraussetzung geschaffen. Die zweite wichtige Aufgabe besteht darin, eine klare Vorstellung der passenden Mitarbeiter zu entwickeln.

Wenn ich nicht weiß, was ich suchen soll, kann ich auch nichts finden.

Auch hier gilt: Die Strategie bestimmt den Erfolg

Wohin geht die Reise in Deutschland mit Corona?

Corona in Deutschland – Gutes Politik-Management

Die deutsche Politik hat Corona bisher gut in Griff bekommen. Wir leben aus Corona-Sicht betrachtet im Paradies, das haben wir gutem Politik-Management zu verdanken. Schnell handelnde Politiker haben die Pandemie gut gemanagt. Der wirtschaftliche Schaden ist immens, und sicher wird man in der Nachbetrachtung feststellen, dass viele Fehler passiert sind. Hinterher lassen sich Fehler natürlich leichter finden, und die Besserwisser werden die Chancen zur Profilierung nutzen. 

Entscheidung bei unsicherer Faktenlage

Dabei ist die Entscheidung auf Basis weniger belastbarer Informationen eine Königsdisziplin, die viele Führungskräfte scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Die Geschwindigkeit, mit der entschieden werden musste, war und ist immer noch irrwitzig hoch, und das ohne zu wissen, ob man der Republik den Todesstoss versetzt oder sie vor noch Schlimmerem rettet. Hätte man die Zeichen besser lesen können? Ich halte es hier mit Peer Steinbrück: „Hätte, hätte, Fahrradkette!“Es macht keinen Sinn, Energie dafür zu verschwenden, weil es niemandem einen Nutzen bringt, vergangene Entscheidungen zu diskutieren. Ich halte es in solchen Fällen mit meiner Großmutter: „Was geht mich mein Gerede von gestern an?“? 

Aufbruch in eine neue Zukunft

Es geht um das vorwärts denken in eine neue Zukunft. Wer ehrlich reflektiert wird schnell erkennen, dass an ein solches Ausmaß von wirtschaftlicher Zerstörung und gesellschaftlicher Erschütterung nicht zu denken gewesen ist. Niemand, übrigens auch kein Politiker, konnte diesen Verlauf voraus ahnen, auch wenn wir das von den Verantwortlichen erwarten. Ich vertraue allerdings fest auf uns. Menschen sind anpassungsfähig, wir werden auch diese Krise stemmen und die positiven Folgen für uns zu nutzen wissen.

Neue Sicht auf die Wirtschaft

Wir wissen nicht, was noch kommt, und wahrscheinlich sind viele Aussagen von heute schon morgen nichts mehr wert. Das schreckt mich aber nicht, denn Wirtschaft wird in Zukunft mit sehr viel mehr gefühlten Unsicherheiten behaftet sein als Wirtschaft vor Corona. Wir haben uns viele Jahre lang in vermeintlicher Sicherheit gewiegt. Jedes Jahr wird besser als das vorige, das haben wir schon fast als Geburtsrecht gesehen. 

Daraus entstand auch der Glaube, dass die egozentrische Entwicklung des individuellen Ichs weit über dem Wert der individuellen Leistung für die Gesellschaft steht. Corona hat uns gezeigt, dass unsere Erwartungen trügerisch sind. Innerhalb weniger Wochen hat die Pandemie das Wirtschaftssystem weltweit aus den Angeln gehoben und manche Länder an den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Staatsbankrott heran geführt. Innerhalb der Staaten traf, trifft und wird es noch viele Unternehmen treffen, die den wirtschaftlichen Lockdown nicht überstehen werden.

Starke Entscheider

Trotz aller Unsicherheiten müssen immerzu Entscheidungen getroffen werden. Was man nicht berechnen kann, muss man eben entscheiden. Das muss jemand proaktiv tun, in vollem Wissen darum, dass sich diese Entscheidungen als falsch herausstellen können. Genau deshalb braucht es starke Entscheider, die in der Zeit der herrschenden Zustands der Verwirrung und Unsicherheit Leitplanken einziehen. Entscheider, die den Mut haben, auch die Folgen falscher Entscheidungen zu schultern und ihrer Intuition unbeirrt von Selbstzweifeln weiter folgen. Entscheidungen in Coronazeiten sind immer ein ungesicherter Drahtseilakt. Deshalb sollten wir dankbar sein, dass wir vernünftige Politiker haben, die diese Aufgabe mit allen daraus folgenden Konsequenzen übernommen haben. Übrigens sind alle Staaten unter der Führung von Frauen besser durch die Krise gekommen, auch das müssen wir bei der Bewertung der politischen Leistung einmal in Betracht ziehen.

Neue Informationen kommen schnell

Menschen brauchen Sicherheit, sei sie auch noch so trügerisch, sie wollen sich an etwas festhalten. Als politischer Entscheider könnte man Wankelmütigkeit attestiert bekommen, wenn man seine Entscheidungen immer wieder den realen Entwicklungen anpassen muss. Es fällt uns als nicht umfassend Informierte schwer, den vielen Gedankensprüngen zu folgen. Wir haben oft noch nicht einmal die vorige Information verdaut und verortet, schon kommt die nächste, die uns in dem Fall mehr verwirrt als Klarheit schafft. Aber auch unsere Entscheider sind nur Menschen, die Informationen verarbeiten müssen.

Was macht Corona mit uns?

Ich persönlich bin in einem seltsamen Zustand. Körperlich so fit wie seit Jahren nicht, im Kopf aber arg langsam. Erst langsam kommen die Verschaltungen wieder in Gang. Trotzdem: Abseits vom wirtschaftlichen Schaden waren die sechs Wochen Lockdown für mich persönlich äußerst aufschlussreich und produktiv. Sie haben allerdings unheimlich viel Energie verbraucht und die ersten drei 6-Tage Wochen nach der Wiedereröffnung nicht minder. 

Während des Lockdowns habe ich vermehrt mit Menschen aus meinem Umfeld kommuniziert, woraus sich viele neue gegenseitige Einsichten ergeben haben. Kaum zu fassen, was ich von diesen Menschen nicht wusste, und wie ich mit manchen davon gegenseitigen Nutzen schaffen konnte. 

Die Zeit nutzen

Während des Lockdowns habe ich Online-Tutorials bei Udemy und Coursera gekauft, um Wissens- und Fertigkeitslücken zu schließen, woraus wieder neue Projekte erwachsen sind. Beruhigt haben mich auch meine Hochrechnungen, die zwar noch keine wirklich belastbare solide Basis haben, aber immerhin deuten die laufenden Umsätze im Mai und die Vorausbuchungen bis Ende Juli wieder auf Umsätze in vorheriger Höhe hin. 

Fakten statt Verschwörungstheorien

Die Inzidenzen lassen ebenfalls hoffen, auch wenn wir uns jeden Tag im Betrieb ermahnen müssen, die Maßnahmen konsequent einzuhalten und nicht nachlässig zu werden. Heute Morgen habe ich auf ntv gelesen, dass in einem Lokal in Leer 40 COVID-Ausbrüche registriert wurden. Das bedeutet Quarantäne und individuellen Lockdown. Das ist der Alptraum für den Betrieb, deshalb sollten wir konsequent bleiben. 

Egomanen versagen

Und vergesst nicht, die Politik ist erstens nicht an COVID Schuld, und zweitens hat sie geholfen, Deutschland im Vergleich zu Spanien, Italien, Frankreich mit relativ wenigen Einschränkungen durch die Zeit zu bringen. Was passiert, wenn man COVID nicht ernst nimmt sieht man in den Ländern mit Egomanen an der Spitze. Da willst du nicht sein wenn es dir gesundheitlich schlecht geht. 

Mut zur sozialen Beschränkung

Darüber sollten wir öfter nachdenken, anstatt permanent auf die Politik einzuschlagen. Unsere Entscheider leiden am gleichen Problem wie wir, sie fahren auf Sicht, lernen jeden Tag in einer labilen Faktenlage hinzu und setzen Maßnahmen schnell um. Dass diese Maßnahmen eine hohe Fehlerquote beinhalten ist logisch. Den Mut, 82 Millionen Menschen in die notwendige soziale Beschränkung zu schicken, musst Du als Führungskraft erstmal haben. 

Bleibt gesund und optimistisch.

Welle bricht

COVID-19 und die 2. Welle

Es wird noch einige Monate so bleiben. Das ist eine gesicherte Erkenntnis aller Wissenschaftler. Wenigstens bis es ein Medikament für die Erkrankten oder einen Impfstoff für die Gesunden gibt. Am Dienstagmorgen habe ich in Gabor Steingarts Morning Briefing Podcast ein Interview mit dem RKI-Präsident Lothar Wieler gehört. Steingarts Podcast könnt ihr hier abonnieren.

Wichtige Kennzahlen

Der Umgang mit Corona ist von täglichen Learnings begleitet. Jede Erkenntnis muss erst gewonnen werden, bevor sie von der Politik in eine Handlungsanleitung umgesetzt werden kann. Mein Eindruck von Lothar Wieler ist positiv, er ist ein faktengetriebener Wissenschaftler, der Informationen abwägt und auf die gesellschaftlichen Folgen prüft. Nichtsdestotrotz handelt er als Berater der Politik und hält sich mit eigenen Umsetzungsmaßnahmen zurück. Das empfinde ich als sehr wohltuend.

Reproduktionsrate (1)

Für Wieler spielt die Reproduktionsrate (1) eine große Rolle. Sie ist der Indikator dafür, ob die Intensivbetten in Deutschland ausreichen, um Schwerbetroffene zu behandeln. Beträgt der R-Faktor 1, steckt ein Mensch maximal einen anderen an. Liegt der Faktor kleiner als 1 verlängert sich die so genannte Verdopplungszeit, was die Neuinfektionen verringert (s. Statistik)

Je kürzer die Verdopplungszeit ist, desto mehr Infektionen gibt es. Russland, USA und Großbritannien sind die derzeitigen Hotspots. Spanien erholt sich zusehends und auch in Frankreich und Italien geht es stetig bergauf. Deutschland ist auf einem guten Weg und diese Entwicklung sollten wir auf keinen Fall durch Unvorsichtigkeit gefährden.

Dem Virus ist es völlig egal, ob wir es ernst nehmen oder nicht. Mit dem Virus können wir nicht verhandeln, das reagiert radikal auf jede Unvorsichtigkeit. Corona ist binär, es gibt nur Null oder Eins. Verhindern können wir die Ansteckungen nicht, wohl aber kontrollieren.

Die Chance , die uns die Politik durch umsichtiges Handeln gegeben hat, sollten wir nicht mit Kniebrecher-Aktionen aufs Spiel setzen. Wenn wir schlau sind nutzen wir die Chance und kommen besser aus der Situation heraus als anfänglich befürchtet.

Die größten Sorgen der Menschen

Die Gesundheit der Familien und die wirtschaftlichen Aspekte sind den Menschen in allen Ländern nahezu gleich wichtig. Lediglich Deutschland knickt hier etwas ein, was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass sich die Menschen durch die sozialen Sicherungssysteme als sehr stark abgesichert empfinden. Die Arbeitsplatzsicherheit spielt dagegen erstaunlicherweise eine recht geringe Rolle. Erfrischend ist, dass die Weltuntergangsapostel recht weit unten rangieren.

Dynamik der Inzidenz (2)

Mit der Inzidenz wird die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes beziffert. Je schneller die Infektionsrate steigt, desto schneller sind unsere Krankenhauskapazitäten am Limit. Dafür hat die Politik das Zentralregister geschaffen, in dem alle Intensivbetten und Beatmungsgeräte erfasst sind. Im Falle der erwarteten zweiten Welle ist das von unschätzbar hohem Wert, weil die Krankenhäuser in einem solchen Fall schnell reagieren und die Intensivbetten bereitstellen können.

Die Entwicklung der Neuinfektionen ist durch den geringen R-Faktor von derzeit 0,71 stetig rückläufig. Das zeigt deutlich, dass wir die Reproduktion durch die Mund-Nasen-Bedeckungen und die Abstandswahrung dauerhaft verringern können. Ich bin gespannt, wie die teilweise Öffnung der Gastronomie und Ladengeschäfte die Reproduktion beeinflusst.

Kanzlerin Merkel war bei der Pressekonferenz am Mittwoch, 6.5.2020, sichtlich genervt davon, dass die Länder ihre eigenen Maßnahmen schon vor der Konferenz beschlossen hatten. Wir haben mit Winfried Kretschmann einen besonnenen Politiker an der Spitze, dem ich die richtigen Schritte für Baden-Württemberg zutraue. (s. Notfallmechanismus)

Egal wie jeder von uns zum Lockdown oder der Handlungsweise der Politik steht; jede Entscheidung die heute getroffen wird, kann sich morgen als falsch herausstellen. Deshalb sollten wir uns alle besser an die Fakten halten und Corona-Leugner wie den grenzdebilen rechtslastigen AfD-Mann Hansjörg Müller geflissentlich ignorieren. Das Problem dabei: Die Verschwörungstheoretiker haben eine große Lobby.

Schwere der Krankheit (3)

Laut Wieler müssen 18 Prozent der Corona-Infizierten ins Krankenhaus und 4,7 Prozent sterben. Im nachfolgenden Chart sieht man die Konzentration der Todesfälle auf die Altersklassen ab 57 Jahre. Auch wenn der Krankheitsverlauf bei vielen Jungen heftig verläuft, liegt der Schwerpunkt der Mortalität ganz klar auf älteren Menschen.

Die Berechnungen der Wissenschaftler zielen einzig darauf ab, dass im Falle einer zweiten Welle genügend Intensivbetten und Beatmungsgeräte vorhanden sind. Wenn 18 Prozent der Infizierten ins Krankenhaus müssen und 40.000 Intensivbetten vorhanden sind, dürfen nicht mehr als 222.400 Menschen gleichzeitig innerhalb von zwei Wochen infiziert sein. Das ist die maximale Anzahl an Neuerkrankungen, ab der die Ärzte mit der Triage beginnen müssten.

Derzeit gibt es rund 28.000 Infektionen in Deutschland (Gesamtzahl minus Gesundete minus Gestorbene). Es könnten theoretisch rund 200.000 Neuansteckungen innerhalb zwei Wochen hinzu kommen, bevor die Kapazität der Intensivbetten erschöpft ist. Das wären pro Tag 14.285 Neuinfektionen.

Zum Vergleich: Die höchste Zahl der Neuinfektionen lag am 28. März 2020 bei rund 6.800 pro Tag. Es würde also 30 Tage dauern, bis die Grenze von 200.000 Neuinfektionen erreicht ist. Für die genaue Berechnung müsste ich noch die Gesundungs- und Mortalitätsrate einrechnen. Das spare ich mir an dieser Stelle.

Fazit

Wir sitzen alle im gleichen Boot. Deshalb stünde es uns gut an, wenn wir auch so handeln und aufpassen. Ein gewisses Maß an Selbstreflexion ist jetzt wichtig, denn wir wollen auch alle gemeinsam aus diesem Boot heraus.

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