Internet Archive - Peter Gress

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Schriftlich denken

Die beste Methode gegen gedankliches Chaos und verbale Diarröh.

Es liegt definitiv nicht am Unvermögen, wenn man manchmal keinen klaren Gedanken fassen kann. Es ist ein ganz normaler Vorgang, dass wir unsere Gedanken nur dann in einen Rahmen fassen könne, wenn wir die Worte aufschreiben. Schreiben hat einen sehr großen Vorteil: Die Worte bringen Klarheit ins gedankliche Gewirr, weil wir in der Zeit in der wir schreiben, neue Gedanken formulieren können und sich neue Verbindungen ergeben, die von Beginn an so nicht geplant waren. Während des Schreibens kann ich Worte umstellen, die Argumentation schärfen und die Logik der Aussage überprüfen. Texte formen sich während des Schreibens. Niemand bringt einen vollständigen Text im Kopf zustande, aber man  kann den roten Faden vordenken. Schriftlich denken klärt den Kopf und stärkt die Argumentation.


Bei einem Vortrag steht zuerst die Überlegung, welches Ziel ich habe und dann forme ich den Textrahmen. Wenn der Text seinen Rahmen und einen vernünftigen roten Faden hat, suche ich die passenden Bilder dazu. Während ich all das mache formt sich das ganze Bild im Kopf. Manchmal müssen Gedanken auch durch den Kopf jagen dürfen. Damit wieder Ordnung reinkommt schreibe ich am Abend die Gedanken nieder und vermeide damit was ich einen “Stöckchen-Ästchen-Bäumchen-Wäldchen-Weltall-Kreisel” bezeichne. Das geschriebene Wort hilft gegen gedankliches Chaos und erzwingt Ordnung vor dem Schlafengehen. Am nächsten Morgen habe ich dann oft einen gangbaren Ansatz dem ich folgen kann.


Meine Gedankenstütze ist digital. Grundsätzlich speichere ich alles in Evernote. Hier stecken mittlerweile tausende Notizen, pdf‘s, Webseiten, Bilder, Videos, Dokumente, Statistiken, Interviews und sonstige Informationen drin. Das ist mein Datenpool, ohne den ich nicht arbeiten kann. Interessante Webseiten, Whitepapers, Screenshots? Den Evernote Webclipper anklicken und die Information im entsprechenden Ordner in Evernote speichern, es ist genial einfach. Die Evernote Suchfunktion ist super, nichts geht verloren. Wie bei GoodNotes werden auch in Evernote selbst handschriftliche Texte und Texte auf Fotos erkannt und als Suchergebnisse gelistet. Mein analoges Mappei-Datei-System habe ich in den letzten Jahren sukzessive in Evernote übertragen. Dabei hilft einerseits die Fotofunktion in Evernote und andererseits Scanbot auf dem iPad und dem iPhone, mit dem ich wichtige Dokumente scanne und in Evernote speichere. Auf diese Weise ist mein Büro mobil und ich kann überall arbeiten.

Zum aktuellen Seminarprogramm der Mewes Unternehmerakademie.

Straßenmusikerin in LondonStraßenmusikerin in London

Heute Morgen im Morgenmagazin

Zwei Themen sind mit heute Morgen im Morgenmagazin aufgefallen. Das eine, weil es beschämend ist, das andere, wie es zeigt, wie weit die digitale Transformation in anderen Ländern, in diesem Fall in London, UK, fortgeschritten ist.

1. Breitbandausbau in Deutschland

Hans Peter Meidinger, Präsident des deutschen Lehrerverbandes, war heute Morgen, Donnerstag, 14.6.2018, im Interview bei Sven Lorig. Dem Interview voraus gegangen war ein Bericht aus einer sächsischen Schule. Dort versuchten Schüler im Computerraum Informationen aus dem Internet abzufragen. Bei 1.4 MBit etwa so spannend wie ein Schneckenrennen. Die meiste Zeit ging fürs Warten auf die Seiten drauf, so sie denn überhaupt kamen.

Meidinger wurde gefragt, wieso er kritisiere, dass die Bundesregierung 5 Mrd. Euro für den Breitbandausbau bereit gestellt habe. Er entgegnete, dass er nicht die Bereitstellung kritisiere, sondern die verschleppte Auszahlung des Gelds. Die Schulen und Lehrer warten seit geschlagenen zwei Jahren auf das bereit gestellte Geld, aber es kommt nicht. Das heißt, das Geld ist bereits bewilligt, aber niemand kann sagen, warum es nicht ausbezahlt wird.

Fazit: Wenn schon bereit gestelltes Geld nicht eingesetzt werden kann, dann will ich lieber nicht wissen, wie lange es dauern wird, bis Geld für den Ausbau in der gesamten Bundesrepublik fließt. Da wird zwar darüber geredet, aber ob das Geld dann auch rechtzeitig fließt? Wahrscheinlich fließt es dann, wenn keine Zukunftstechnologie mehr in Deutschland für den Weiterbestand des deutschen Wohlstandes bereit steht. Diese Technologien sind dann dort im Einsatz, wo sie auch funktionieren können.

 

2. Straßenkünstler nehmen Kartenzahlungen an

Ebenfalls ein Beitrag im Morgenmagazin. Der folgte, wahrscheinlich absichtlich, dem Meidinger-Beitrag. Eine Straßensängerin hat in den letzten Monaten festgestellt, dass immer weniger Passanten Münzen und Scheine in ihren Gitarrenkoffer geworfen haben. Dazu muss man wissen: Sie bestreitet 70 Prozent ihres Einkommens mit der Straßenmusik. Also hat sie sich ein NFC-fähiges mobiles Terminal angeschafft, mit dem ihr Passanten Geld spenden können. Du gehst hin, hältst Deine Karte an den Reader, bestätigst die Zahlung und gut ist’s. Nun lebt sie wieder auf dem gleichen Einkommensniveau wie vor einigen Monaten.

Richtig lustig wurde es zum Schluss: Der Sprecher sagte, sie würde im Sommer eine Deutschland-Tour machen und auch dort auf der Straße spielen. Sie wolle natürlich ihr NFC-Terminal mitbringen, aber sie habe schon gehört, das werde sie in Deutschland wohl nicht brauchen.

Augmented Reality (AR) einfach gemacht

Seit Apple das iPhone X auf den Markt gebracht hat rückt Augmented Reality (AR) immer mehr in den Fokus der Verbraucher. Wir experimentieren seit über einem Jahr mit der Technologie und haben festgestellt, dass 95 Prozent unserer Kunden nichts über AR wissen. Seit der Veröffentlichung von Google ARCore und Apple ARKit nimmt das Thema jetzt aber langsam Fahrt auf. Noch nicht signifikant, aber immerhin sprechen vermehrt vor allem die jüngeren Zielgruppen auf AR an. Ich habe mich in den letzten Monaten auf den Einsatz von zweidimensionalen Anwendungen für unsere Bilder und Drucksachen konzentriert, weil ich Templates nutzen und so meine Produktionskosten niedrig halten kann.

Die Gestaltung von dreidimensionalen Anwendung in höchster Perfektion können Sie mir der neuen App der Daimler A-Klasse – Mercedes cAR – sehr gut testen. Stellen Sie sich das Auto in Ihr Wohnzimmer, betrachten Sie den Innenraum von hinten nach vorn und umgekehrt, umrunden Sie das Auto physisch und konfigurieren Sie Farbe, Felgen und Zierleisten wie in einem herkömmlichen Konfigurator. Und zum Schluss stillen Sie noch Ihren Spieltrieb und fahren Ihr konfiguriertes Auto noch etwas im Wohnzimmer herum. Die App zeigt, wozu AR fähig ist.

Ich habe Ihnen ein einfaches Beispiel angelegt:

1. Downoaden Sie die App Layar im Google Play Store oder im AppStore
2. Öffnen Sie die App
3. Das Suchfeld quer auf das obige schwarz-weisse Titelbild halten
4. In der Fußzeile antippen zum Scannen

In der Fußzeile öffnen sich die drei Schaltflächen Webseite, E-Mail, Telefon. Klicken Sie mal drauf und probieren Sie es aus. Mit dem Klick auf die Schaltfläche Web kommen Sie direkt auf die Landingpage des DigitalHairdresser, mit Klick auf die Mail direkt zu mir und mit Ruf an kontakten Sie direkt unsere Rezeption.

Probieren Sie es aus und wenn Sie mehr wissen wollen, dann schreiben Sie mir einfach eine Mail aus der AR-Anwendung heraus oder rufen Sie direkt an.