Digitalisierung Archive - Peter Gress

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Bundestag Berlin (1)

Aufruf an die Kanzlerin

Bisher haben Sie, Frau Bundeskanzlerin, einen guten Job gemacht, aber jetzt brauchen wir ein Konzept, das uns als mündige Bürger und Unternehmer einbezieht. Ich beziehe mich dabei auf die Grundlagen kommunikativer Führung, wie wir und viele andere Unternehmer sie seit vielen Jahren in unseren Unternehmen praktizieren. Ich weiß, Sie tragen eine riesige Last an Verantwortung im Großen, aber auch wir Kleinen stehen vor ebenso existentiellen Herausforderungen.

Drohungen motivieren nicht

Wirklich an die Nerven gehen mir Ihre derzeitigen Drohungen. Übersetzt verstehe ich das als “wenn ihr nicht brav seid, dann gibt es einen neuen Lockdown”. Wie soll ich motiviert arbeiten, vorsorgen und an die Zukunft glauben, wenn ich bedroht werde und nicht weiß, was mit meinem Unternehmen wird, wenn ich nochmal zwei Wochen zumachen muss?

Ich verstehe die Problematik um Corona, so wie jeder andere denkende Mensch auch. Unsere Existenz hängt von unserem Verhalten ab. Ich brauche aber nicht noch die Drohung von Ihnen obendrauf. Das geht auch anders.

Ein Staat ist kein Unternehmen, das akzeptiere ich. Sie können nicht an jeder Ecke auf jede Befindlichkeit eingehen. Aber Sie können Ihre Kommunikation, Ihre Gedanken und Ihre Pläne mit uns teilen. Wir sind mündig.

Wir verstehen Sachverhalte und wir können in die Tiefe und um die Ecke denken. Das müssen wir als Unternehmer sowieso, und als Bürger können Sie uns eine Anleitung dazu geben. Wir sind keine Kinder, die blind und voller Vertrauen folgen.

Hoffnung ist wichtig

Wir sind erwachsene Menschen, die ihre Existenz sichern müssen. Ich will nicht in einem Staat leben, der wirtschaftlich am Boden liegt und mich dazu zwingt, bis zum letzten Tag meines Lebens arbeiten zu müssen, um Schulden ohne Gegenleistung abzubauen.

Sie, Frau Dr. Merkel, sind nicht für das Virus verantwortlich, aber doch für die Zukunft unseres Landes, seine Wirtschaft, seine Kultur und für seine Gesellschaft. Drohungen in Form eines weiteren Lockdown sind kontraproduktiv, sie stellen unsere Intelligenz infrage.

Sie mögen auf die Spezialisten und Wissenschaftler hören, aber es gibt noch uns, die Garanten des wirtschaftlichen Erfolgs in Deutschland, die all diese Institute tragen und ihre Mitarbeiter bezahlen. Es braucht eine vernünftige Balance, die uns als Bürger und Unternehmer leben lässt.

Immerhin sind wir, unsere Kinder, Enkel und Urenkel diejenigen, die den grade eben entstehenden Schaden in den kommenden Jahrzehnten abarbeiten müssen. Wir stehen am Scheideweg, ob unsere gesellschaftliche Ordnung aufrecht erhalten bleiben kann.

Ich gebe nichts auf Verschwörungstheorien, aber ich bin tagtäglich in der Stadt unterwegs, kaufe ein, spreche mit Menschen und höre, dass der Ton langsam ungeduldiger wird. Die Menschen brauchen Hoffnung, sie wollen hören, wohin die Reise geht.

Wir brauchen einen Plan von der Politik, eine belastbare Aussage, eine Zukunftsaussicht, auch wenn alle verantwortlichen Politiker sagen, dass eine solche Aussage derzeit nicht möglich ist.

Dann überlegen Sie sich ein Startszenario und diskutieren das mit uns, und nicht nur mit Instituten und Experten, die andauernd mit neuen Ansichten um die Ecke kommen und wir Bürger nicht wissen, wie wir das einzuordnen haben.

SPRECHEN SIE MIT UNS!!! INFORMIEREN SIE UNS WIE ERWACHSENE MENSCHEN!

Mitarbeiter Aussicht auf Zukunft geben

Verstehen meine Mitarbeiter das Unbestimmte? Vielleicht? Eventuell? Wahrscheinlich? Möglich? Nein, die brauchen eine klare Ansage wie es mit ihrer Arbeit, ihrem Lohn, ihrer Karriere, ihrem Leben weitergeht. So wie wir Unternehmer das auch wissen müssen.

Nochmal: Ich will nicht damit bedroht werden, ob die Politik uns leben lässt. Ich habe Lust auf Zukunft, davon will ich etwas hören, nicht von “Wenn ihr nicht brav seid schließen wir euch nochmal ein.”

Wir sind Unternehmer, die sich auf Situationen einstellen können wenn sie müssen. Wir brauchen von der Politik klare Ansagen, und zwar nicht nur bis zum Ende einer Woche, sondern mittelfristig und verlässlich.

Ich war bisher einverstanden mit dem Krisenmanagement, weil ich gesehen habe, was bei meiner Frau in der Klinik abging. Die Versorgung von Infizierten musste sichergestellt werden. Das war notwendig, genauso wie es notwendig war, die Bürger auf die Dringlichkeit ihres Verhaltens hinzuweisen. Dafür habe ich vollstes Verständnis.

Zeit für Neubestimmung

Aber jetzt ist es Zeit für Neubestimmung. Davon höre ich aber nichts. Ich habe schon keine Lust mehr, mir die Informationen zu holen, weil es mir immer schwerer fällt, die Zahlen vom begleitenden Getöse getrennt zu sehen. Die Zahlen sind immer absolut. So viele sind erkrankt, so viele gestorben, so viele sind gesundet.

Wie verhält sich das aber zur Gesamtzahl der Intensivbetten, der Beatmungsgeräte, zu der Gesamtzahl der Bevölkerung im Bundesgebiet? Ab und zu sehe ich die Reproduktionsrate, aber ich habe den Eindruck, die wird uns gesteuert genannt. Bloss nicht zu viel Infos rauslassen.

Die Zahlen ins Verhältnis gesetzt zu bekommen muss ich mir entweder selber mit der Hand am Arm berechnen und mühselig nachforschen. Das ist Blindflug im Nebel ohne Autopilot.

Diese Fixierung auf das JETZT ohne einen Ansatz auf das MORGEN funktioniert nicht, das nervt nur. Jeder Unternehmer, der Führungsaufgaben ernst nimmt und seine Mitarbeiter informiert weiß, dass es wichtig ist, dass alle wissen was um das Unternehmen herum abgeht.

Es ist eine Ausnahmesituation, für uns wie für die Politik. Das dürfen wir natürlich nicht vergessen. Und ja, wir neigen dazu, schnell ungeduldig zu werden und die Schuld für irgendwas irgendwohin zu irgendjemanden zu schieben.

Das ist sicher nicht zielführend, es dient eher dem Abbau der persönlichen Frustration, die mit jedem Tag zunimmt. Aber genau das muss Ihnen bewusst sein. Es hilft nicht weiter, wenn Sie die Menschen im Ungewissen lassen.

Eine fiktive Ansprache

Die Motivation aus der Führungsetage könnte lauten: “Liebe Bürger! Wir freuen uns, dass Sie in den vergangenen sechs Wochen durch ihr besonnenes Verhalten geholfen haben, die Coronakrise zu entschärfen. Jetzt ist die Zeit für eine vorsichtige Lockerung der Restriktionen gekommen.

Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer haben sich geeinigt, dass Deutschland einen gemeinsame Kurs bei der Lösung der Coronskriese fährt. Dafür haben wir uns geeinigt, den Förderalismusgedanken hintenan zu stellen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Ministerpräsidenten.

Wie Sie wissen war es in den letzten sechs Wochen das Ziel, die Reproduktionsrate unter 1 zu drücken. Das ist gelungen. Wir bitte Sie jetzt alle gemeinsam, dabei zu helfen, dass die so bleibt und sich im besten Fall sogar verringert. Wir unterstützen alle Unternehmer dabei mit Informationen, damit Sie die Situation mit entscheiden können.

Wir wissen, dass transparente Information der Schlüssel zum Erfolg aus der Krise ist. Wir haben eine neue Informationsstruktur aufgesetzt, die alle Ihre Anfragen unter dieser Mailadresse/WhatsApp/Messenger etc. bündelt: abcd.de. Insgesamt stehen Ihnen 15240 Mitarbeiter 24 Stunden lang sieben Tage die Woche zur Verfügung.

Alle Ihre Anfragen werden durch eine KI nach Schwerpunkten geprüft und von unseren Mitarbeitern innerhalb weniger Stunden an die von Ihnen angegebene Mailadresse/WhatsApp etc. zugesendet. Wir sind Ihre Partner in der Krise.

Helfen Sie uns in der Bundes- und in der Landespolitik mit Ihren konstruktiven Vorschlägen, damit wir Ihnen die planerische Sicherheit geben können, die Sie brauchen, um Ihre Unternehmen wieder hochzufahren und Sie damit helfen, den Schaden für die Bundesrepublik Deustchland so weit es geht einzugrenzen.

Ihre Angela Merkel.”

Goolge My Business als Vertriebskanal nutzen

Kennt ihr Google My Business? Ja? Sehr gut. Wenn nicht wird es Zeit , GMB kennenzulernen. Warum? Weil GMB ein kostenloses, aber höchst effizientes Tool, ist, um euer Unternehmen potentiellen Zielgruppen vorzustellen. Was mal als Google Places bekannt war ist heute Google My Business. Seit Google im April 2019 Google+ eingestellt hat, wurde mit Google My Business ein Tool geschaffen, das viele Vorzüge eines sozialen Netzwerks mit denen einer Vertriebsplattform vereint. 

Ich kann euch jetzt viel über die Vorzüge von GMB erzählen, möchte euch aber ein paar Zahlen nennen, die für sich selber sprechen. Wir hatten im Februar 2019 35.793 Nachfragen von Nutzern nach unseren Leistungen. Im Oktober 2019 waren es 12.817 mehr, also insgesamt 48.610 Nutzer. Im November 2019 zählten wir schon 65.219 Nutzer, insgesamt also fast 20.000 mehr als im Februar 2019. Ich habe festgestellt, dass vieles von dem, was ich bei GMB anwende, auch für Instagram nützlich ist. Also habe  ich begonnen, meinen Instagram Account umzubauen und aus GMB und Instagram eine gedanklich Einheit zu formen. Zu Beginn purzelten meine Instagram Follower dramatisch nach unten, weil sie mit meiner neuen Ausrichtung nichts anfangen konnten. Nach dem Stillstand der Abwanderungen baue ich den Account nun neu auf und experimentiere mit unterschiedlichen Gestaltungen und Content. Google My Business bleibt jedoch der Motor, der mein Business treibt.

In GMB kann ich Beiträge veröffentlichen, Bilder posten, Angebote, Neuigkeiten und Events einstellen und direkt aus dem Tool heraus Ads dazu schalten. Das ist sehr cool, weil es Zeit spart und sehr effizient ist. Mit der interaktiven 360 Grad Begehung können Kunden durch das Geschäft wandern und bekommen einen sehr lebendigen Eindruck davon, wie es bei uns aussieht. Dazu posten wir Bilder ohne Ende, denn Bilder sind GMB Frequenztreiber par excellence. Zwischen Februar 2019 und November 2019 hatten wir eine Steigerung von rund 71.000 Fotoaufrufen und verbuchten damit über 1.000 Prozent mehr Fotoaufrufe als vergleichbare Unternehmen. Mit der Smartphone-App ist das sehr einfach zu leisten. Einfach täglich durch den Salon gehen und Details fotografieren, beschriften und hochladen. Einfacher geht es nicht, deshalb ist es umso unverständlicher, dass bisher nur rund 30 Prozent der Geschäfte in Deutschland Google My Business als Vertriebsweg nutzen.

Ich schätze mal, dass die Einrichtung des Accounts zwei  Stunden dauert. Der wöchentliche Zeitaufwand für die Pflege nimmt nicht mehr als 20 Minuten in Anspruch. Zusätzlich schätze ich eine weiter Stunde, um die Organisation im Hintergrund aufzubauen. Dabei handelt es sich um Ordner für Bilder und Textentwürfe, die ihr für die Veröffentlichungen in Google My Business verwenden könnt. Diese Ordner sind einfach einzurichten und wenn ihr wisst, wo genau ihr diese Ordner findet, habt ihr die meiste Arbeit hinter euch. Dann kann der Spaß beginnen, Ihr werdet innerhalb kurzer Zeit mit euren wöchentlichen Beiträgen Erfolge einfahren. Wenn ihr euch dazu hin noch entscheidet, Google Ads zu schalten, dann habt ihr ein wirklich schlagkräftiges Gespann für euren Betrieb am Start.

Wenn ihr keine Lust darauf habt, euch alles selber anzueignen, dann dürft ihr euch gerne zu meinem, Seminar am 16.-17. Februar 2020 in Esslingen anmelden. Ihr braucht nichts weiter als euer Notebook und euer Smartphone, um GMB und Instagram Basic zu kombinieren. Ich freue mich auf euch, wir werden viel Spaß im Workshop haben.

Eispickel für konzentrierte Kraft

Ohne Alleinstellungsmerkmal geht es nicht

60% der Friseurbetriebe haben dieselben Dienstleistungen auf der Preisliste, zu nahezu identischen Preisen. Was gleich ist, ist austauschbar, denn es ergibt sich kein erkennbarer Nutzen für potentielle Neukunden. Die Salons haben kein Alleinstellungsmerkmal. Woher kommt der Hang zum Gleichen?


Ich nenne es das “Generalisten-Syndrom”. Friseure werden zu Generalisten ausgebildet. Das ist vom Ansatz her gut, denn die theoretischen und praktischen Grundlagen müssen vermittelt werden. Was fehlt ist die weiterführende Spezialisierung. Beispiel: Juristen und Mediziner absolvieren ihr Grundstudium, dann spezialisieren sie sich. Der eine Jurist wird Scheidungsanwalt, die andere Verkehrsrechtlerin, der eine Arzt spezialisiert sich auf Zahnmedizin, die andere Ärztin auf Dermatologie. Für Friseure gibt es keine offiziell anerkannten weiterführenden Spezialisierungen, sie bleiben Generalisten.

Als Generalist am Markt erfolgreich sein zu wollen hat den cw-Wert eines Scheunentors. Dahinter steckt keine Kraft. Löcher schlägt man mit einem Pickel, denn dabei konzentriert sich die gesamte Kraft auf einen Punkt. Das ist wesentlich effektiver und bringt einen schneller ans Ziel. Sich auf wenige Dienstleistungen zu konzentrieren hat den Vorteil, dass Sie schneller große Erfahrung aufbauen und Sie Ihre Leistung für einen höheren Preis verkauft können. Expertise schafft Vertrauen und Nutzen für potentielle Neukunden.

Wie schaffe ich Alleinstellung? Durch systematisches und analytisches Hinterfragen der persönlichen Vorlieben. Durch nicht vergleichbare Dienstleistungen. Durch die individuellen Stärken der Mitarbeiter. Durch Neu- und Querdenken. Durch Investitionen in Aus- und Weiterbildung. Wenn alle dasselbe machen heißt das nicht automatisch, dass alle Recht haben.

Eine Lösung ist die konsequente Umsetzung der Mewes-Strategie. Die Strategie besteht aus vier Prinzipien und sieben Phasen. Mit meinem Kompakt-Kurs erhalten Sie einen kostenlosen Einblick in die Mewes-Strategie (auch engpasskonzentrierte Strategie oder EKS genannt), die Ihnen eine Alternative aufzeigen kann, wenn Sie sich mit dynamischer Veränderung beschäftigen wollen.

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