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Peter Gres Podcast Quickies

004 – Podcast Starke Marke – Führung

Nicht immer sind die besten Fachleute die besten Führungskräfte. Und nicht immer sind die besten Führungskräfte die besten Fachleute. Führung findet auf der emotionalen Basis statt, sie ist Interesse an anderen Menschen. Gute Führung ist ganzheitlich emotional, situativ, koooperativ und partizipativ.

Wenn ich andere Menschen so behandle, wie ich selber behandelt werden möchte ist führen einfach. Manchen Menschen ist zwar mehr Charisma in die Wiege gelegt worden als anderen. Aber auch wenn andere vielleicht spröder, zurückhaltender und vorsichtiger sind, können sie fähige Führungspersonen sein. Was zählt ist die emotionale Intelligenz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Goleman

Umfrage: Arbeitgebern ist emotionale Intelligenz wichtiger als ein hoher IQ

In der Paralyse ist emotionale Führung unverzichtbar

Corona lähmt Deutschland

Führung ist Haltung, Klarheit, Motivation und Wille. Wenn eine Entscheidung getroffen werden muss, wird entschieden und nicht gehadert. Wenn ich eine Entscheidung durchdenken muss, sage ich verbindlich an, wann ich entscheiden werde. Daran halte ich mich unbedingt. Ausnahme: Die Corona-Pandemie.

Auch Schwäche eingestehen

Es gab beim ersten Lockdown kaum belastbare Entscheidungsgrundlagen. Es ist deshalb keine Schwäche, den Mitarbeitern zu erläutern, dass die Situation so außergewöhnlich ist, dass eine reale Einschätzung der Lage unmöglich ist. Solche Ausnahmesituationen fordern Führungskräften alles ab. Als Navigation im Schaum bezeichnet der Philosoph Peter Sloterdijk die verschlungene Reise zu einem Ziel.

Entscheidungsänderungen

Ich habe meine Mitarbeiter während des Pandemieverlaufs oft um Nachsicht gebeten, weil meine heutige Entscheidung morgen schon wieder anders lauten kann. Unsicherheit entbindet mich aber nicht von der Entscheidung. Wenn eine Entscheidung gefällt werden muss, muss sie eben auf der Basis dessen entschieden werden, was ich momentan weiß. Ich muss mir aber selber erlauben, jede Entscheidung wieder revidieren zu dürfen. Dazu ist konstante Kommunikation nötig, sonst verlieren Mitarbeiter den Anschluss.

Fehler akzeptieren

„Maaaaann, was ist das denn? Kriegt ihr das nicht alleine hin? Jetzt bin ich einmal nicht da…! Komm, geh‘ weg und lass mich mal ran, sonst wird das nix. So, und jetzt alle mal herhören: Ich bin wieder da, jetzt ist Zug in der Gemeinde…!!!!“

Der klassische Heli-Chef. Kommen, alles durcheinander bringen, alles besser wissen, keinem was zutrauen und dann aber motzen, weil er ja dau-ernd überfordert ist. Chef weiß alles, kann alles, und die Mitarbeiter hat man, damit sie da sind. Wie oft macht ein Mitarbeiter das oben beschriebene Szenario mit? Einmal, zweimal? Dann denkt der sich auch: ‚Rutsch‘ mir doch den Buckel runter und mach‘ Deinen Mist alleine.‘

Verantwortung abgeben täten Chefs schon gerne, aber weil die anderen alles anders machen als sie selbst, müssen sie halt alles selber machen. So verstricken sie sich im Tagesgeschäft, wundern sich, dass kein Mitarbeiter Verantwortung übernimmt und können sich einfach nicht vorstellen, wann man sich die Zeit für’s Nachdenken aus den Rippen schnitzen soll.

Es schadet überhaupt nichts, wenn ein Fehler passiert. Aus Fehlern lernt der Mensch. Zum Lernen braucht es zwei Dinge: Der Fehler muss thematisiert werden. Der Fehler muss plausibel erörtert werden. Sagt man einem Menschen, aus welchem Grund er den Fehler gemacht hat kann er ihn bei nächster Gelegenheit vermeiden.

Drei Sätze auf meiner Das-sage-ich-nie-mehr-Liste:
1.) „Das muss man doch wissen“
2.) „Früher war alles besser“
3.) „Die Jungend von heute“

Ich bin immer wieder froh, wenn ich Führungskräfte treffe, die mit dem gesammelten Wissen der Welt auf dem Planeten aufgeschlagen sind. Von solchen Cracks kann ich echt noch was lernen!

Erfolgreich werden ist ein Job

Als Unternehmer stelle ich mir jeden Tag die Frage: „Wie kann ich mein Unternehmen erfolgreicher machen?“ Das ist mein Job. Weiter nudeln wie immer funktioniert nicht. Ich muss jeden Tag über Erfolg nachdenken. Weil es mein Job ist. Weil ich mit mir weiterkommen will. Weil ich mit meinem Unternehmen weiterkommen will. Weil ich zusammen mit den Menschen in meinem Unternehmen erfolgreich sein will.

Erfolg ist eine flüchtige Substanz, deren Wirkung ich immer dann besonders deutlich spüre, wenn sich sich gerade mal wieder davon schleichen will. Erfolg ist eine Momentaufnahme, ein Blink. Wir Unternehmer müssen es leider begreifen: Es gibt kein Recht auf Erfolg. Nur den Willen erfolgreich sein zu wollen und das Durchhaltevermögen dazu.