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Peter Gres Podcast Quickies

014 – Professionelle Pressearbeit

Unsere Wirtschaftswelt wird von Zahlen, Daten und Fakten dominiert. Ich bin selber viele Jahre lang der gängigen Betriebswirtschaftslehre gefolgt. Alles muss messbar sein, sonst existiert es nicht. Schwarz oder weiß, niemals grau.

Technologie kann helfen

Technologie ermöglicht Tracking und Targeting, und dadurch werden Unmengen an Daten produziert, die von cleveren Onlinehändlern wie amazon in Leads und Sales umgewandelt werden. Ich gebe zu, die Datenauswertung hilft auch mir bei der möglichst genauen Ansprache potentieller Kunden.

Zahle sind nicht alles

Aber Zahlen sind eben nicht alles. Eine Pressemitteilung über Zahlen? Dafür interessiert sich niemand. Nicht Excel-Listen, die BWA oder detaillierte Verkaufslisten interessieren Leser, sondern Menschen und ihre Geschichten. In der Bilanz gehören Dinge wie Schreibtische, Computer und andere toten Gegenstände zum aktiven Kapital, die Mitarbeiter dagegen sind Kosten.

Totes Zeug ist ein Aktivposten in der Bilanz

Seltsam ist das, denn ein Schreibtisch leistet ja keinen aktiven Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Das tote Zeug ist ab dem Tag des Einkaufs immer weniger wert, ein Mitarbeiter lernt dagegen lebenslang und steigert seinen Wert ständig, sofern wir ihn wachsen lassen. Wenn wir das befolgen, haben wir den Medien auch immer spannende Geschichten zu erzählen.

Perlen der Lokalpresse

In der Lokalpresse finde ich immer wieder wunderbare Perlen wie “Beinamputierter auf freiem Fuß”, oder “Bauchchirurg schneidet hervorragend ab” oder “Schnuppertag in der Biogasanlage”. Andere spannende Themen sind Männer, die auf Damenfahrrädern unterwegs sind, eine Stadtverwaltung, die bei einer Sanierung mehr Nieten einsetzen will oder eine Wahrsagerin, die von einer Messerattacke überrascht wurde.

Manches hat durchaus Unterhaltungswert, aber so ich will mein Unternehmen nicht präsentieren. Also muss ich mir entweder spannendere Themen überlegen, und meine Pressemeldung mit einem Hook versehen. Zahlen und Fakten liefern wir selbstverständlich dort, wo es unterstützend und abrundend sinnvoll ist. Im Fokus stehen aber immer  Menschen und ihre Geschichten und die damit zusammenhängenden Emotionen.

Kern der Pressearbeit

Der Kern der Pressearbeit ist schnell auf einen Nenner gebracht: “Ihr wollt die lange Wirkung? Dann fasst euch kurz!” Ich habe dazu eine Anekdote über Sir Winston Churchill gelesen. Er wurde gebeten, eine kurze Festrede von 10-minütiger Dauer zu halten. Churchill bat um eine Vorbereitungszeit von mindestens 14 Tagen. “Oh”, wunderte sich der Frager, “wie lange brauchen Sie denn, um eine Rede über eine Stunde vorzubereiten?” “Drei Tage”, erwiderte Churchill. “Und wenn Sie drei Stunden reden sollten, Sir Winston?” “Dann kann ich sofort beginnen.”

Daraus resultiert der Spruch: “Wenn Du es nicht in einfachen Worten sagen kannst, hast Du es nicht vollständig durchdrungen.” Fazit: Emotionen lassen sich auch in kurzen Texten transportieren. Sie müssen das Interesse der Journalisten wecken.

Geschichte des Hauses Gress Friseure

Die Geschichte unseres Hauses  beginnt mit meinem Großvater Karl, dessen Werdegang ich aus den Erzählungen meines Vaters, meiner Großmutter und meiner eigenen Erlebnisse als Gründungsgeschichte geschrieben habe. Wilhelminische Erziehung zum Kadavergehorsam, mit 17 Jahren Soldat im ersten Weltkrieg, Eröffnung seines Friseursalon in Altbach, eine dominante Ehefrau, ein hoffnungsvoller Sohn als Held und das Finanzamt als Feind.

60 Jahre später steht bei uns die Entwicklung zum Digital Hairdresser im Fokus. Die Unternehmensgeschichte ist für uns immer wieder ein Aufhänger, um Türen zu öffnen. Die Gründungsgeschichte ist der Trägerstoff für unsere Informationen. Die legendären Techfirmen wurden in Garagen geboren, unsere Garage ist der kleine Dorfsalon. Hier der Link zur Geschichte unseres Hauses.

PR-Agentur

Ich habe meine Pressebetreuung viele Jahre lang selber gemacht, und ich habe viel darüber gelernt, wie es nicht funktioniert. Professionell wurde sie erst durch die Zusammenarbeit mit unserer Wortakrobatin Dr. Simone Richter. Für Pressemitteilungen aus dem Friseurberuf war 2020 ein lausiges Jahr.  Pressearbeit ist ja eine eine sehr scheue und flüchtige Angelegenheit. Du braucht 20 Jahre, um ein gutes Image aufzubauen, aber nur fünf Minuten, um es zu ruinieren. 

Fazit: Wenn ich nichts zu erzählen habe, gehe ich den Redaktionen nicht mit aufgeblähtem Nichts auf die Nerven.

Vorteile einer Presseagentur

Worin liegt der Vorteil bei der Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur? Schreiben ist ein Handwerk, das wie andere Handwerke gelernt werden muss. Public Relations muss gelebt werden, es gibt Könner und es gibt Nieten. Es ist wie bei uns im Handwerk. Wir Friseure halten große Stücke auf unser Können, deswegen ist es nur folgerichtig, dass wir für die PR auch hoch qualifizierte Fachkräfte einsetzen sollten.

In Zeiten von Social Media kann zwar jeder Text veröffentlichen, aber qualitativ hochwertig ist anders. Beim Schreiben ist das Qualitätsgefälle extrem groß. Nicht jeder, der Worte aneinander reiht, ist zwangsläufig ein guter Schreiber. Deshalb und aus den folgenden Gründen schätze ich die Zusammenarbeit mit Dr. Simone Richter so außerordentlich:

  • Ihre Adressdaten sind top gepflegt und die Ansprechpartner sind auf dem neuesten Stand
  • Sie weiß genau, welches Thema zu welchem Medium passt
  • Sie weiß wie eine Redaktion tickt, weil sie selber Redakteurin bei der Stuttgarter Zeitung war
  • Sie schreibt gut, weil sie die falschen Wörter weg lässt
  • Sie ist hervorragend vernetzt
  • Sie hört zu und wenn ihr etwas nicht schlüssig ist fragt sie nach

Vermeidbare Fehler

Die meisten Gesprächspartner, die sich über die Ignoranz der Presse beschweren, machen vermeidbare Fehler. Gespräche mit frustrierten Geschäftsleuten klingen im Kern alle ähnlich. Man verstehe überhaupt nicht, warum sich die Presse derartig sperrt.

Warum ignorieren Journalisten deine Pressemitteilung? Ich überziehe mal: Ein amateurhaft gezimmerter Text wird als pdf per Mail an die Zeitung geschickt, dazu wird ein unscharfes, thematisch unpassendes und niedrig aufgelöstes Bild an die Mail gehängt und dann wundert man sich, dass es keine Veröffentlichung gibt.

Einfache Regeln garantieren dir eine gute Zusammenarbeit mit der Presse.
Ich habe mal recherchiert, was die andere Seite, also die Journalisten, zu amateurhaftem PR-Verhalten sagen:

  1. “Ich will nicht mit ‘Liebste Frau XY…’ angesprochen werden, denn wir sind nicht befreundet!” Auch Abschiedsformeln wie “Entspannte Grüße aus dem schwarzen Wald…” gehen mir auf den Nerv. Bleibt einfach bei den üblichen Konventionen.
  2. “Eine Floskel ist ganz schlimm: “Ich will Sie ja nicht nerfen, aber…” Wenn nerfen dann noch mit Eff geschrieben wird bin ich garantiert genervt.”
  3. “Ich will nicht angerufen und gefragt werden, ob die Pressemeldung schon angekommen ist.” Das passiert meistens dann, wenn ich einen Text fertig schreiben muss und die Zeitung kurz vor dem Andruck ist. Wenn  euer Text interessant ist wird sich jemand bei euch melden.
  4. “Bereitet eure Pressetexte interessant auf, das reicht. Wir entscheiden, ob es eine Story wird!”
  5. “Vergiss Pressetexte! Mach stattdessen Themenvorschläge!”
  6. “Schau Dir unsere Zielgruppe an, bevor Du Deinen Pressetext losschickst.”
  7. “Ich will keine Fremdsprachen lernen. Sag es ohne Anglizismen und Fachausdrücke und stiehl mir nicht meine Zeit.”

Eins sollte klar sein: Pressearbeit ist anfangs ein Bummelzug  und wird erst langsam zum ICE. Ich habe gelernt, dass das negieren von heute zur Veröffentlichung von morgen führt. Dranbleiben ist das Motto. Dazu lernen ist die Essenz!

Ziel eines Pressemediums

Ich musste erst mal erkennen lernen, dass das Pressemedium nur ein Ziel hat: Seine Leser zu unterhalten, zu informieren und zu binden. Printmedien funktionieren dabei genauso wie die großen Social Media Plattformen, aber mit dem Unterschied, dass die Veröffentlichungen in den thematischen Fokus des Heftes passen müssen.

Je mehr Abonennten das Printmedium gewinnen kann, und je länger ein Leser das Magazin oder die Zeitung liest, desto teurer lässt sich der Werbeplatz verkaufen. Damit verdient der Verlag sein Geld. Je spannender deine Pressemeldung ist, desto  höher ist deshalb die Chance einer Veröffentlichung.

Passe deine Pressemitteilung an

Und vergiss nie: Die Medien passen sich nicht an deine Bedürfnisse an. Andersrum wird ein Schuh daraus: Deine Informationen müssen zum Medium passen. Ich fasse mal zusammen, wie eine gute Pressemeldung aussehen sollte:

  1. Stellt euch die W-Fragen: Wer? hat Was? Wie? Wo? Wann? und Warum? gemacht? – Das Wichtigste kommt zuerst!
  2. Schickt die Texte an die Redaktion, die für euer Thema zuständig ist
  3. Schaut euch vorher an, ob euer Thema zum Medium passt
  4. Schreibt spannend ohne Rechtschreib- und Interpunktionsfehler
  5. Schreibt im 1,5 Zeilen Abstand und nicht weniger als 350 Wörter, aber nicht mehr als 700. Warum? Redakteur kürzen lieber, als dass sie verlängern
  6. Schreibt aktiv, nicht passiv
  7. Journalisten haben keine Zeit, also macht es ihnen leicht
  8. Liefert kurze und aussagekräftige Texte
  9. Lobt euch nicht selber
  10. Behandelt nur ein Thema pro Pressemitteilung
  11. Bringt ein Zitat des Verantwortlichen
  12. Hängt Bilder mit hoher Auflösung an
  13. Schreibt aus Lesersicht: Würde mich meine Nachricht interessieren?
  14. Sticht eure Information raus? Oder geht sie in hunderten anderer Mails unter?
  15. Setzt ans Ende immer den Abbinder oder auch Boilerplate genannt.

Der Begriff Boilerplate deutet ursprünglich auf eine Herstellerbezeichnung hin, die auf Heizkesseln aufgebracht ist. Das Metallschild wurde in vorgefertigter und immer gleicher Form eingesetzt, deshalb adaptierte man den Begriff schließlich u.a. auch für die Programmierung und das Onlinemarketing.

Inhalt Abbinder

Der Abbinder informiert die Journalisten über die wichtigsten Informationen zum Unternehmen. Er hat keinen direkten Bezug zur Pressemeldung, und er bleibt inhaltlich gleich, solange sich die wichtigen Daten nicht ändern.


In der Regel reichen fünf bis sechs Zeilen aus. Diese Informationen bieten sich für den Abbinder an:

  • Name des Unternehmens (inkl. Rechtsform)
  • Unternehmenssitz, Standorte und Niederlassungen
  • Gründungsdatum
  • Tätigkeitsgebiete
  • Produktportfolio/Branchen
  • Patente
  • Kundenreferenzen
  • Mitarbeiteranzahl
  • Umsatz- und Gewinnzahlen

Erstellt euch für die Pressemitteilung eine Vorlage, dann müsst ihr euch nicht jedes mal erneut Gedanken über die Struktur machen.

Betreff muss interessant sein

Hattest du schon einmal 50, 100 oder mehr ungelesene Mails in deinem Postfach? Öffnest Du jede einzelne? Nein, natürlich nicht. Du schaust nach dem Absender und nach dem Betreff. Der Betreff sollte deshalb sofort ins Auge fallen. Der Betreff ist die Headline, der Eye-Catcher deiner Pressemail. Je prägnanter der Titel ausfällt, desto größer ich die Chance, dass deine Mail geöffnet wird.

Best Practice

Einer meiner Friseurfreunde, Oliver Gerbert, hat unter der Leitung des Dirigenten Wilhelm Keitel den Barbier von Sevilla in einer Kammerversion in seinem Salon aufgeführt.

Seine  Pressemeldung lautete schlicht: “Sehr geehrte(r) Frau / Herr,  am 3. September führe ich in meinem Friseursalon in Stuttgart den Barbier von Sevilla als Kammerorchester-Version unter der Leitung des Dirigenten Wilhelm Keitel auf. Ist das eine interessante Info für Sie? Wenn ja können Sie mich gerne unter 123 erreichen. Ich freue mich auf Ihren Anruf! Mit freundlichen Grüßen Oliver Gerbert.

Die Idee dahinter war nicht zu sagen welch toller Hengst er ist und was er alles super tolles macht. Er hat den Journalisten die Entscheidung überlassen, ob es für sie/ihn eine brauchbare und nützliche Information ist! Diese schlichte Information brachte ihm mehr als 40 redaktionelle Pressemeldungen ein.


Eine Pressemeldung ist kein Heldenepos. Ihr könnt sie mit den Regeln eines Heldenepos schreiben, aber ihr sollt nicht euch in die helle Sonne stellen, sondern das Thema.

Kein Heldenepos

Wenn ihr nicht Christiano Ronaldo, Ariana Grande, Dwayne “The Rock” Johnson, oder Kylie Jenner mit hunderten Millionen Instagram-Follower seid, und die Presse sich nicht grade um euch reisst, dann solltet ihr euch mit Selbstbeweihräucherung stark zurück nehmen. Die Journalisten entscheiden über eine Veröffentlichung, und die sind nicht an Selbstüberhöhungen interessiert. Bleibt sachlich und sagt nur dann etwas, wenn es interessant ist.

Hier noch einige Links zu kostenfreien und kostenpflichtigen Presseprotalen:

kostenfrei

kostenpflichtig

Peter Gres Podcast Quickies

013 – Podcast – Soziales Engagement

Podcast: Soziales Engagement

1986 habe ich mich selbstständig gemacht. Ich hatte eine Kundin, die dem Verein der Körperbehinderten in Esslingen vorstand. Wir sind während des Haarschneidens ins Gespräch gekommen. Ob wir uns die Ausstellung einer jungen Künstlerin vorstellen könnten, die mit den Beinen malt? Klar, warum nicht, das machen wir.

So kam unsere erste soziale Aktion zustande. Die Ausstellung lief gut, einige Besucher haben Bilder gekauft und so der jungen Künstlerin Bestätigung verschafft. Mich hat beeindruckt, wie lebendig die Bilder waren und welche positive Einstellung in ihnen sichtbar wurde.

Das ist jetzt meine amateurhafte Interpretation, das habe ich bei vielen folgenden Vernissagen wesentlich vertrackter gehört. Ich erinnere mich an eine Aussage meines Vaters – der hatte sich ab seinem 40. Geburtstag zu einem sehr, sehr guten Maler entwickelt – als er gefragt wurde, was er sich beim malen dieses Bildes gedacht hatte. „Nichts“, sagte er, „das kam einfach so.“

Damit war eine klare Aussage getroffen. Die Interpretaion der Kunstkritikerin fiel wesentlich umständlicher und unverständlicher aus. Sagenhaft, was manche Menschen in den Werken von Künstlern entdecken, die davon selber nichts wussten. Aber nun ja, jeder muss sein Geld verdienen. Die einen tun was ihnen eingegeben wird, und die anderen pumpen die Bedeutung hinein.


Richtig intensiv wurde es nach unserem Umzug in die Altstadt von Esslingen. Unter dem Salon war ein Gewölbekeller. Wir haben dort soziale Projekte  in Verbindung mit Lesungen, Konzerten, Verissagen, Gedichtelesungen und Happenings gemacht, die uns regelmäßig in die Presseund den Sozialpartnern Spenden eingebracht hatten gebracht haben.

An eine ganz schräge Geschichte mit Aurelia Sonnenburg erinnere ich mich noch sehr gut. Sie war die Inhaberin eines Erotik-Shops für Frauen.  Sie war sehr engagiert, sehr gesprächig und vollkommen frei von Berührungsängsten. Eine meiner Kundinnen hat derzeit erotische Gedichte verfasst, was mit dem Event sehr gut zusammen ging.

Den beiden Damen habe ich kampflos das Feld überlassen, sie durften sich im Salon bei der Ausstellung austoben. Als ich zur Eröffnung am Abend geschniegelt, gebügelt und gut gelaunt im Salon ankam wurde mir der Hals trocken. Mit allem habe ich gerechnet, aber nicht mit Stachelkissen, Dildos, Reizwäschen und Bondageutensilien.

Mir rutschte das Herz in die Hose. Niemals hätte ich mich getraut, das als Mann meinen Kundinnen zu zeigen. Scheinar war ich aber der einzige, der Bedenken hatte. Die Stimmung war entspannt und die Damen recht zwanglos in Gespräche verstrickt. An diesem Abend hatte ich sehr deutlich gelernt, dass der Wurm immer dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler. Fazit: Der Laden war gesteckt voll und alle hatten Spaß und für die Presse war es ein wunderbares Thema.


Das erste richtig große Sozialevent war der „Burgstäffeles-Lauf“ in Esslingen im Jahr 1997. Den Lauf haben wir für die A.M.S.E.L. Selbsthilfe bei Multipler Sklerose e.V. durchgeführt. Zu dieser Zeit war Ursula Späth, die Ehefrau des ehemaligen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs, Lothar Späth, Vorsitzende des Vereins.

Der Zweck des Laufes war es, vom Esslinger Marktplatz aus die knapp 300 Burgstaffeln hochzurennen, den Burgplatz zu durchqueren und über die Obere Beutau wieder zum Markplatz zu kommen. Das war eine Rundstrecke von etwa 2,5 Kilometern, aber durch die steile Treppe eine Herausforderung, die es in sich hatte.

Ich nutze die Treppe heute ab und zu fürs Oberschenkeltraining und die brennen immer, egal wie regelmäßig ich die Stufen nehme. Ziel war es, ohne anzuhalten hoch zu kommen. Bei dieser ersten Ausgabe des Burgstäffeles-Lauf hatten wir  30 Starter. Dafür hatte der OB die Schirmherrschaft übernommen und damit stand die Stadt hinter uns.


Im Jahr 1998 darauf konnten wir bereits die doppelte Menge Läufer vermelden. 60 Läufer gingen an den Start. 1999 haben wir pausiert, weil ich ein neues Konzept ausgearbeitet hatte, für das ich aber Sponsoren und Hilfe bei der Organisation gebraucht habe. Lokalpolitische Unterstützung kam zusätzlich durch die FDP.  Im dritten Jahr, 2000, hatten wir 120 Teilnehmer plus rund 50 Kids und ein stimmiges Konzept.

Der ursprüngliche Runde über die Treppe und den Burghof hatten wir eine  Altstadtschleife angehängt, damit mehr Bewegung auf den Rathausplatz kam. Ein Schwerlastkran hielt das riesige Rundzelt, darunter stand die Bühne, auf der die schwäbischen Kultrocker von Schwoißfuaß ein Konzert gegeben haben. OB und Stadtmarketing haben dort auch die Preise vergeben.

Ich schätzte mal, dass wir laufend um die 150 bis 200 Menschen auf dem Rathausplatz zu Besuch hatten. Das gab natürlich ein riesiges Presseecho, denn einen Stadtlauf hatte es in Esslingen lange Zeit nicht mehr gegeben. Dass jetzt die Burgstaffeln einbezogen wurden hatte für die Esslinger Kult-Charakter. Für die Läufer leider nicht, weil die sich nicht vergleichen konnten. Sie Streckenführung war einfach zu speziell. Deswegen war der Lauf für normale Läufer nur bedingt interessant.

Das sollte sich im darauf folgenden Jahr als Problem erweisen, weil viele Läufer eher an längeren Strecken interessiert waren. Neben der Unterstützung des OB-Büros, des Esslinger Ordnungsamts, des Roten Kreuz kam auch die Politik ins Spiel. Die Kosten für die Organisation haben wir übernommen und aufs Marketingbudget gebucht. Die Stargelder konnten somit ohne Abzug gespendet werden konnten.


Heute ist eine solche Veranstaltung nicht mehr denkbar. Innerhalb von 20 Jahren hat sich die organisatorische Komplexität von Stadtveranstaltungen dermaßen erhöht, dass die Durchführung für ein kleines Privatunternehmen nicht mehr möglich ist. Beim ersten Durchlauf vermutete niemand, dass der Lauf so erfolgreich werden würde.

Dass wir ihn nach dem dritten Jahr einstellen mussten, war deshalb eine herbe Enttäuschung. Viele reden noch heute davon, und uns als Unternehmen hat dass regelmäßig mächtig Öffentlichkeit gebracht. Das ist auch das Credo, das ich vertrete: Beide Seiten müssen von sozialem Engagement profitieren. Es braucht dabei etwas Fingerspitzengefühl dafür, wie sich das Unternehmen in einem öffentlichkeitsverträglichen Kontext darstellt.

Ein weiterer Umzug in größere Räume in die Stadtmitte brachte auch mehr Möglichkeiten für soziale Events direkt am Salon. Der neue Salon liegt direkt am Roßmarkt, ein paar Meter von der Fußgängerzone entfernt. Dort gingen wir eine langjährige Verbindung mit dem Verein gegen sexualisierte Gewalt, Wildwasser e.V Esslingen, ein. 

Kern der Aktion waren günstige Haarschnitte – preisaktive Filialisten waren noch nicht so üppig am Markt – , die wir zwischen 14 und 18 Uhr angeboten haben. Das ganze Team hat sich reingehängt und acht Jahre lang Geld für die Verein “erschnitten”. An dieser Stelle möchte ich einen nachträglichen Dank an meinen Hamburger Kollegen Willi Decker aussprechen, der während eines Besuchs bei uns einen Nachmittag lang für den guten Zweck mitgeschnitten hat.

Wir haben das Event „Roßmarkt-Benefiz“ getauft. Es wurde flankiert von Flohmärkten, Konzerten und Luftballon-Aktionen, die wir sogar bei der Flugsicherung anmelden mussten. Jedes Jahr haben wir auf einmal um die 5000 Luftballons steigen lassen, um auf sexualisierte Gewalt aufmerksam zu machen.


Die größte Einzelaktion haben wir mit der Stuttgarter Graffiti-Szene auf die Beine gebracht. Diese Kooperation hat damals mein Sohn angeschoben. Zehn 4×2 Meter große Biegesperrholzplatten dienten als Leinwände für die Sprayer. Die Graffities wurden am Ende des Tages vom OB versteigert. Dabei kamen einige Hundert Euro zusammen.

Auch hier war wieder der OB Schirmherr, der jedes Jahr den Start der Luftballons moderiert hatte. Diese Jahren waren geprägt von einem fruchtbaren Miteinander der örtlichen Händler, der Kulturszene und der Sozialvereine. 

Das Roßmarkt-Benefiz hatte viel Potential, aber leider hat keines der direkt ansässigen Unternehmen mitgemacht. Oft wird von den Geschäften nur die anfallende Arbeit, aber nicht der langfristige Effekt gesehen, den ein soziales Engagement mit sich bringt.


Aber wie es so ist, hat jede Verbindung ihre Halbwertzeit. Das Roßmarkt Benefiz mussten wir einstellen, weil der Aufwand immer größer und die Spenden immer weniger wurden.

Dazu kommt, dass aktive Vereine auch ihre Netzwerke verstärken und danach schauen, dass sie von mehreren Seiten finanziert werden. Meist sind die aktiven Menschen in den Vereinen ehrenamtlich unterwegs und müssen ihr Engagement gewichten. Nach acht Jahren war es eben Zeit, das Roßmarkt-Benefiz einzustellen.


Mein Wormser Kollege und Intercoiffeur-Freund Jens Dagne ist seit 2004 für “Education for Life” aktiv. Die deutsche gemeinnützige Charityorganisation “Intercoiffeurcharity” veranstaltet den jährlichen Charity Golf-Cup “Play for Life”. So wird die Friseur-Berufsausbildung für  Kinder aus den Slums dieser Welt unterstützt, damit sie eine Chance haben, dem Kreislauf aus Drogen, Kriminalität und Prostitution entkommen zu können.

Alle Links dazu dazu findet ihr in den Shownotes. Herzlich willkommen Jens Dagne und vielen Dank für Deinen Beitrag.


Social Marketing ist ein wichtiger Baustein im Marketing-Mix. Vor allem kleine Unternehmen können einen hohen Nutzen für ihren lokalen Bekanntheitsgrad haben. “Tue Gutes und rede darüber.” ist ein bekannter Spruch. Ich erweitere ihn um die Worte: “Aber bitte nicht schreien.”

Leider hat uns Corona im letzten Jahr einen Riegel vorgeschoben, Events waren schlicht nicht möglich. Umso wichtiger wird es, die Aktivitäten wieder anlaufen zu lassen, wenn die Corona-Situation es uns erlaubt.

Ich zitiere aus dem Artikel “Deutlich mehr Spenden in der Pandemie” der Stuttgarter Nachrichten vom 16.2.2021: Macht die Pandemie knauserig? Im Gegenteil, heißt es beim Deutschen Spendenrat. In Deutschland ist 2020 so viel gespendet worden wie selten zuvor.

Mit 5,4 Milliarden Euro sei das Spendenniveau im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent gewachsen, teilte der Verband mit. “Das war nicht zu erwarten”, sagte Geschäftsführer Max Mälzer der Deutschen Presse-Agentur. Welche Gründe das hatte, erklärt Mälzer so: “Einmal hatten viele Menschen im Lockdown mehr Zeit nachzudenken und über das Leben zu reflektieren”, sagt er.

“Zum Zweiten gab es weniger Möglichkeiten, das Geld selbst auszugeben, zum Beispiel beim Essengehen, für Kleidung oder im Club.” Die Menschen in Deutschland haben ein sehr realistisches Bewusstsein: “Vielen Menschen ist klar, dass es ihnen hier trotz Pandemie immer noch vergleichsweise gut geht.” Sie seien bereit, abzugeben.Wenn wir mit unseren Unternehmen zum Spendenaufkommen beitragen können, sollten wir das nutzen.

Charity, Social Marketing oder soziales Engagement – wie immer ihr es nennen wollt – steht uns gut zu Gesicht.

Unternehmen, die sich sozial engagieren, haben ein positives Ansehen in der Öffentlichkeit. Über sie und ihre Aktivitäten berichtet die Presse gerne. Mit Social Marketing gewinnen beide Seiten, das Unternehmen und der Sozialpartner.

Peter Gres Podcast Quickies

012 – Podcast -Was wir aus dem Lockdown mitnehmen

Seit Februar 2020 sind unsere Freiheitsrechte eingeschränkt. Wir waren von einem Tag auf den anderen ausgebremst, und wir mussten uns mit einem veränderten Tagesablauf abfinden.

Corona ist hartnäckig

Im Frühjahr hatten wir noch Hoffnung, Corona würde nicht lange dauern. In den Wochen nach dem Reise-Sommer haben wir aber erkannt, dass Corona noch einmal richtig Gas gegeben hat. Weihnachten fiel aus, Parties zum Jahreswechsel ebenfalls.

Seit achteinhalb Wochen sitzen wir im 2. Lockdown fest. Und es besteht immer noch die Gefahr, dass uns die Mutante in einen 3. Lockdown schickt. Den würden dann viele Geschäfte definitiv nicht mehr überleben.

Frust statt Euphorie

Die Euphorie des Sommers 2020 hat sich nicht fortgesetzt. Ich stelle fest, dass wir mit der Ernüchterung nur schwer zurecht kommen. Einerseits geht es bei uns Selbstständigen um die Existenz, andererseits bei vielen Menschen um den Frust und die Depression, die sich aus einer nicht vorhandenen Hoffnung auf ein Ende speist. Wir sehen kein Ende.

Die Impfung hat uns lange Wochen gepusht, wir mussten aber feststellen, dass die Hoffnungen durch die eingeschränkte Verfügbarkeit des Vakzins wieder einmal getrogen hat. Ich persönlich lasse mich auch durch die Impfung nicht mehr dazu hinreißen, zu viel Hoffnung in ein schnelles Ende der Einschränkungen zu setzen.

Strategie und Planung

In den vergangenen Jahren war es mir immer wichtig, die Geschicke des Unternehmens vorauszuplanen, soweit das eben möglich war. Jahresziele waren wichtig, Umsatz und Gewinn spielten Hauptrollen, die strategische Planung wurde durch Investitionen in Aus- und Weiterbildung, sowie in Spezialisierung unterstützt.

All das ist jetzt nicht mehr in gleichen Umfang möglich. Wir haben einfach zu viel Geld verloren, dabei zu wenig Unterstützung vom Staat bekommen und dazu hin herrscht immer noch zu dichter Nebel um die Zukunft.

Selbstverständlich tun wir etwas. Wir renovieren, schreiben neue Konzepte, optimieren unsere Prozesse und machen alles mögliche, von dem wir uns wieder trennen müssen, wenn wir wieder öffnen dürfen. Wir werden gar nicht mehr die Zeit haben, alles zu verfolgen, was wir im Lockdown angefangen haben.

Neues versuchen

Es ist definitiv eine gute Zeit, um Neues zu versuchen. Social Media wird neu konzipiert, die Webseite erneuert, Onlineshops eingerichtet, Videos werden gedreht, Podcasts gestartet. Niemals zuvor in 47 Jahren hatte ich so viel Zeit am Stück und konnte mein Arbeitspensum so frei gestalten.

Der wirtschaftliche Schaden rückt in manchen Stunden der Tage in den Hintergrund, das ist auch ein Erfolg. Die Neuroplastizität des Gehirns sorgt dafür, dass wir alle trotz fortgeschrittenen Alters Neues lernen kann.

Es ist ungeheuer befreiend bedürfnisorientiert lernen zu können. Nur, es fehlt der Abschluss, der Beweis, die Aktion, die Tat, das Tun. Alles zielt in eine ungewisse Zukunft, der Erfolg des Tages fehlt am Abend.

Frustration über die Politik

Ich bin völlig genervt von der schleppenden Zuweisung der Überbrückungshilfe und des Arbeitslosengeldes. Die Politik frustriert mich. Aus die Frustration heraus ich neige immer häufiger dazu, meine objektive Sicht auf die Dinge zu verlieren.

Wenn der Frust überwiegt muss irgendjemand dafür verantwortlich sein. Dass das Virus aber uns alle in allen Positionen und Verantwortungsbereichen gnadenlos vor sich hertreibt, dafür kann niemand etwas. Auch die Politik nicht.

Was mich frustriert snd die Regeln der Verwaltung. Hat man uns im 1. Lockdown noch Geld mit der Gießkanne spendiert, regiert jetzt wieder der Amtsschimmel. Dass von der schönen Soforthilfe nur 25 Prozent bei mir bleiben durften war nachträglich ein Tritt vors Schienbein.

Den Umsatzverlust der Soforthilfe gegengerechnet haben wir 5,84 Prozent Ausgleichszahlung bekommen. Ehrlich gesagt, das hätten sich das Land Baden-Württemberg sparen können.

Was wir mitnehmen sollten

Was nehmen wir also mit? Erstens: Die Hoffnungslosigkeit ist keine Option. Sie kommt zustande, wenn wir uns zu stark auf das konzentrieren was kommen könnte und was nicht. Wir wissen es nicht. Es ist wichtig, Schritt um Schritt zu tun und konzentrierter im Jetzt zu leben.

Ja, aber wir müssen doch…?! Ja, was? Keiner weiß etwas genaues. Niemand kann sagen, ob wir einen 3. oder gar einen 4. Lockdown bekommen. Niemand weiß, was der Mutant noch anstellt und ob der Impfstoff dauerhaft gegen ihn wirkt.

Ein Virus ist qua seiner Natur dazu bestimmt, ständig zu mutieren, um sein Überleben zu sichern. Wenn schon die ganze Welt vor der ersten Mutation zittert, was passiert, wenn es eine noch aggressivere Mutation geben sollte?

Schon jetzt gibt die Virologin Melanie Brinkmann den Kampf um die Mutante B 1.1.7. verloren. Virologen rechnen mit neuen Mutationen und mit Lockdown bis ins Jahr 2022 hinein. Eventuelle sogar mit einem Dauer-Lockdown mit zwischenzeitlichem Luft holen, wie Brinkmann sich ausdrückt.

Sich selber Hoffnung schaffen

Wie schaffen wir in einer solchen Lage Hoffnung? Für mich persönlich heißt das Struktur und äußere Ordnung gestalten, und das Denken auf das Jetzt konzentrieren. Gedanke zieht  Aktion.

Die Jagd nach den neuesten Gadgets, coolen Klamotten, Schuhen und Accessoires ist erst mal vorbei. Der Besuch im angesagten Restaurant, in der Szene-Bar und bei diversen Must-Events, Messen, Seminaren und Workshops ebenso.

Auch die all-Inkl. Reise ans Steißbein der Welt oder wenigstens in ein angesagtes Luxus-Ressort in Deutschland, Österreich oder der Schweiz  –  alles nicht mehr möglich. Hoffnung kommt nur aus uns selber, dabei wir sind von ihr abhängig. Nur mit ihr überleben wir in unsicheren Zeiten mit wirtschaftlicher und persönlicher Not und finden in eine inspirierende Zukunft.

Vorteile des Lockdowns

Im zweiten Lockdown habe ich bestehende Freundschaften wieder aufgenommen und vertieft und neue geschaffen. Von einigen Menschen musste ich mich trennen, oder wenigstens mein Vertrauen in sie neu bewerten.

Ich habe eine große Welle der mentalen Unterstützung durch unsere Kunden erhalten. Viele Gespräche haben mir Hoffnung gemacht, dass wir auch nach dem 2. Lockdown weiterhin eine treue Gefolgschaft haben werden.

Wie viele Kunde durch Schwarzarbeit, Kurzarbeit, Jobverlust und weitere Gründe verloren gegangen sind, wird sich zeigen. Es ist ja nicht so, dass nur ich mein Leben und meine Aktionen neu bewerte, sondern auch unsere Kunden werden das tun.

Es git keine Garantie dafür, dass sie es weiterhin für wichtig empfinden, zu uns zu kommen. Vielleicht reduzieren auch sie ihre Ansprüche? Unwägbarkeiten, die wir heute nicht bewerten können. Aber wir können darauf hoffen.

Hoffnung und Glauben

Neben der Hoffnung nehme ich auch den Glauben an das Gute in meinen Mitmenschen mit in die Zukunft. Allerdings werde ich noch intensiver bewerten, mit wem ich meine Zeit verbringen will. Nicht jeder passt zu jedem.

Und, mal Hand aufs Herz: Wer mag schon alle Menschen die er trifft? Das lässt sich nicht vermeiden, aber ich nehme mir ganz einfach das Recht heraus zu bestimmen, wer mir nahe kommt. So wie wir Lieblingskunden haben, kümmern wir uns um die anderen mit professioneller Freundlichkeit.


Die Lockdowns haben gezeigt, wem aus meinem Umfeld ich trauen kann. Vertrauen ist deshalb der dritte Wert, den ich aus dem Lockdown mitnehme. Menschen sind grundsätzlich daran interessiert, anderen zu helfen.

Ob das finanziell, mental oder aktiv durch Gespräche passiert  ist minder wichtig. Dass sie grundsätzlich vertrauenswürdig sind ist die Hauptsache. Vertrauen bedingt nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben.

Geben und nehmen in der Waage

Ein Beispiel: Mein Sohn wollte als Teen auf ein Reggae-Festival im Esslinger Stadtpark. Es war aber ausverkauft. Einer meiner Freunde war zu dieser Zeit Chef des Stadtmarketings. Ich habe meinen Sohn zu ihm geschickt, er solle fragen, ob er noch Karten habe. Er hatte.

Als mein Sohn zurück kam und ich ihn fragte, was er meinem Freund für die Tickets zum Ausgleich angeboten habe, stutzte er. Nichts, kam zur Antwort. Ich hab ihn daraufhin nochmals geschickt, er solle meinen Freund fragen, was er ihm zum Dank Gutes tun könne.

Zu dieser Zeit war mp3 der letzte Schrei und ein USB-Stick mit 100 Songs war ein adäquater Ausgleich für die Tickets. Geben und nehmen muss sich die Waage halten.

Positive Vibes einsammeln

Grundpositive Menschen haben in den letzten Monaten immer wieder dafür gesorgt, dass ich mich nicht in verengten Weltsichten verliere. Ich habe natürlich nicht alle persönlich getroffen, auf viele bin ich in den sozialen Medien aufmerksam geworden.

Ihre Gedankenansätze habe ich aufgenommen und mit meinen eigenen Überlegungen verwoben. Positivität schafft Hoffnung, Negativität dagegen Depression, Frustration und Angst.

Angst aber lähmt uns und wer zu der Angst zu viel Raum gibt zulässt macht seinen persönlichen Raum immer kleiner. Damit ich gar nicht erst in diese Gefahr komm, habe Ich  mir vorgenommen, wieder mehr zu meditieren und mich mit mir selber zu beschäftigen.

Wenn ich schlechte Gedanken bekomme lerne ich ein neues Gedicht auswendig, mache einen Spaziergang, höre Musik, lese aktiv, schreibe meine Gedanken auf oder führe mein Tagebuch. Hauptsache raus dem Gedankenkarussell.

Fazit

Aus dem Lockdown, Stand heute, 13. Februar 2021, nehme ich den Glauben an das Gute im Menschen, die Hoffnung, das Vertrauen und die Notwendigkeit zu positivem Denken mit in die Zukunft. 

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